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Schweiz Diplomaten und Entwicklungshelfer unter einem Dach vereint

Das EDA baut sein Aussennetz um: Wie Recherchen der Tagesschau zeigen, werden fast alle Aussenstellen des Deza in die Botschaft im jeweiligen Land integriert. Zudem werden weltweit Konsulate geschlossen. So sollen Kosten gespart und die Schweizer Tätigkeiten im Ausland besser koordiniert werden.

Legende: Video EDA strukturiert Auslandsvertretungen neu abspielen. Laufzeit 02:13 Minuten.
Aus Tagesschau vom 20.08.2013.

Diplomaten und Entwicklungshelfer logistisch zu vereinen sei ein wichtiger Schritt hin zu einer einheitlichen Strategie im Ausland, meint Staatssekretär Yves Rossier: „Wir haben gemerkt, dass sich die verschiedenen Vertretungen in einem Land oftmals nicht abgesprochen, manchmal sogar gegensätzliche Interessen verfolgt haben. Ziel der Reform ist eine einzige Schweizer Vertretung in den jeweiligen Ländern.“

Insgesamt 40 von 50 DEZA-Koordinationsstellen sollen in die Botschaft im entsprechenden Land eingegliedert werden. Ein schwieriges Vorhaben - immerhin treffen hier zwei Welten aufeinander, die miteinander nicht viel gemeinsam haben. Die wirtschaftlichen und politischen Interessen, die die Diplomaten vertreten entsprechen ausserdem nicht immer denjenigen der Entwicklungshelfer.

Schliessung von Konsulaten

Der zweite Punkt der Reform: Der Umbau des Konsulatsnetzes. Dieser ist bereits im Gang. Zwischen 2012 und 2014 werden 15 Konsulate geschlossen. In den von den Schliessungen betroffenen Destinationen, werden Vertretungen anderer Länder die konsularischen Dienste der Schweiz übernehmen. Dies sei eine Sparmassnahme, die Schweiz habe nicht die Mittel, in jeder Stadt ein Konsulat zu führen, so Rossier.

Wie Aussenminister Didier Burkhalter bestätigt, ist es nicht auszuschliessen, dass auch Botschaften geschlossen werden. Dies sei auch eine Reaktion auf globalpolitische Veränderungen. Möglicherweise würden dafür anderorts neue Vertretungen eröffnet.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von F. Jost, Lissabon
    Es verlangt niemand in jeder Stadt ein Konsulat zu führen. Was heute aber gemacht wird, ist das Konsulat aus der Botschaft rauswerfen und das DEZA-Büro integrieren. In zahlreichen Hauptstädten haben wir jetzt Botschaften ohne Dienstleistungen für die Schweizerbürger, weil die Konsularabteilungen geschlossen wurden. Visa-Stellen für Touristen werden aufgebaut, Passstellen für CH-Bürger abgebaut. Vielen Dank, mein liebes Heimatland.
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  • Kommentar von Armin Hug, Kreuzlingen
    Der Beitrag vermittelt ein falsches Bild: Oesterreicher und Holländer können wohl Schengen-Visa für die Schweiz ausstellen, was sie aber nicht können oder besser gesagt mangels gesetzlicher Grundlagen nicht dürfen, ist für die Auslandschweizer bzw. Schweizer Touristen Pässe oder Identitätskarten ausstellen.
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  • Kommentar von C. Jacobi, Zürich
    In der BV ist der Auftrag des Bundes formuliert, den Zusammenhalt unter den Auslandschweizern und zur Schweiz zu fördern. Scheinheilig wird gar ein Gesetz geschaffen, um die Leistungen zu garantieren - doch gleichzeitig schliesst man die Konsulate! Das EDA soll doch einmal die Kriterien für die Ausgestaltung des Vertretungsnetzes bekannt geben. Wo bleibt die Schwerpunkt-Verpflichtung bei der DEZA? 50 Büros werden jetzt einfach als Botschaften getarnt?
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