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Schweiz Doppelt so viele «Illegale» an Schweizer Grenze

2012 zählte die Eidgenössische Zollverwaltung über 10'000 Fälle von illegalem Aufenthalt – fast doppelt so viele wie 2011. Die Statistik der Grenzwächter zeigt aber auch: Der Schmuggel blüht, besonders mit Lebensmitteln.

2012 haben rechtswidrige Aufenthalte deutlich zugenommen: Im vergangenen Jahr haben die Grenzwachtkorps 10'965 Personen angehalten, die rechtswidrig eingereist waren oder sich illegal in der Schweiz oder im Schengenraum aufgehalten hatten. Das sind knapp doppelt so viele wie 2011.

Die Zahl der Asylsuchenden an der Grenze hat sich mehr als verdoppelt, von 3000 auf 6152. Asylsuchende wurden den Empfangszentren zugewiesen.

3296 Personen wurde die Einreise verweigert – 40 Prozent mehr als im Vorjahr.

Legende: Video Hans-Jürg Käser zur Zunahme der illegalen Einwanderung abspielen. Laufzeit 4:23 Minuten.
Vom 05.02.2013.

Viel Gemüse und Früchte geschmuggelt

Auch der gross angelegte, gewerbsmässige Schmuggel mit Lebensmitteln treibt seine Blüten. 2012 hat der Zoll in rund 7200 solchen Fällen ermittelt – das sind 24 Prozent mehr als im Vorjahr. 1100 Tonnen geschmuggelter Ware wurde dabei nachgewiesen.

Am meisten geschmuggelt wurden Früchte und Gemüse (271 Tonnen), gefolgt von Getreideprodukten (170 Tonnen), Teigwaren (112 Tonnen) und Fleisch (58 Tonnen). Beim grössten Fall konnte die Zollfahndung in der Ostschweiz einem Händler den Schmuggel von mindestens elf Tonnen Fleisch nachweisen.

Auch Zigaretten sind beliebte Schmuggelware: Der Zoll stellte eine Zunahme gegenüber 2011 um 39 Prozent fest. In den meisten Fällen hätten Privatpersonen versucht, kleinere Mengen Zigaretten in die Schweiz zu bringen. Geschmuggelt wurden im vergangenen Jahr aber auch deutlich mehr Waffen.

Legende:
Schmuggel-Statistik 2012 wurden mehr Fälle von gewerbemässig organisiertem Lebensmittel-Schmuggel verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr. Darunter fallen Mengen über 200 Kilogramm. Ebenso wurden Fälle von Zigaretten-Schmuggel bekannt. Auch mehr verbotene Waffen wurden registriert. Eidgenössische Zollverwaltung EZV

Insgesamt hat die Zollverwaltung im vergangenen Jahr 23,77 Milliarden Franken in die Bundeskasse gespült – etwas mehr als im Vorjahr. Rund die Hälfte davon stammt aus Mehrwertsteuer-Einnahmen.

Legende: Video Der Zollschmuggel boomt abspielen. Laufzeit 1:16 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 05.02.2013.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Knecht, Kontinentaleuropa
    Die Zunahme an illegaler Einwanderung sowie die Zunahme an Einbrüchen in den letzten Jahren lässt den Gedanken aufkommen, dass wir keine Volksvertreter sondern "unfähige" Politiker haben. Nur, vielleicht wollen gerade ein paar einflussreiche Kreise dass die Bevölkung zu ihrem Schutz ein Überwachungsstaat herbei wünscht?
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Und wieder ein falsches Versprechen der Regierung: neine, nein, wir werden nicht durch illegale überschwemmt... Das falsche Versprechen hat System: Krankenkasseninitiative, Stromliberalisierung, Personenfreizügigkeit, usw. Alles traf anders ein, als unsere Politiker angekündigt hatten. Entweder leben die komplett abgeschottet von der Realität oder die Bürger hierzulande haben das Rückgrad eines Pantoffeltierchens. Es trifft wohl beides zu, leider.
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    1. Antwort von Hans Knecht, Kontinentaleuropa
      Eine grosser Prozentsatz von den Stimmbürgern wählt an der Urne Grundsätzliche entgegen der Stimmempfehlung des Bundesrates ...
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  • Kommentar von Vreni Müller, Chur
    Ihr habt ja JA gestimmt. Ihr wolltet es so. Nun lebt damit!
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Das ist eine Unterstellung, die auf mich und viele andere nicht zutrifft, und ich will damit auch nicht leben! Und hätte man das Volk von oben nicht dermassen fehlinformiert, ihm leere Versprechungen serviert, hätte es an der Urne ein NEIN gegeben.
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    2. Antwort von Vreni Müller, Chur
      Ja, Herr Hermann. So wird man halt informiert, wenn man Links/Grün/GLP/BDP wählt!
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    3. Antwort von grudvro, Adliswil
      Nei, Nei ich möchte ich möchte kein überschwemmstes Asylland haben, die Grenzwächter müssen dringenst aufgestockt werden. Apropos, ich habe ein NEIN in die Urne gelegt, aber es stimmt, der Bundesrat hat zum wiederholten Male falsche Versprechungen abgeliefert und somit viele Stimmbürger arglistig getäuscht.
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    4. Antwort von Hans Knecht, Kontinentaleuropa
      Wenn man die Kommentare hier liest, dann könnte man meinen, dass nur 16% für "freie" Grenzen waren. Wurden etwa wie bei der Motorfohrzeugsteuer im Bern etwas bei Resultat "gedreht"? Das traurige bei der angeblichen Volksherrschaft in der CH ist, dass es keine Gewaltentrennung gibt und bei Fehlinformationen sowie Unterschlagung von relevanten Fakten keine Konsequenzen gezogen werden wie z.B. Rücktritt des Bundesrates ohne Anspruch auf eine Bundesratspension. Männer u. Frauen mit Rückgrad gib...
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    5. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Hans Knecht, das Volk hat zu der Zeit geschlafen, wie immer, war zu bequem, sich eigenständige Gedanken zu machen. Es war viel einfacher, Verfechter eines Neins als Rechtsextreme in der braunen Brühe zu versenken, all die Warnungen und Argumente in den Wind zu schlagen, uns als Ausländerhasser zu verdammen. Nun sind ein paar aufgewacht. Aber ich bin mir fast sicher, dieselben kriegen auch bei der nächsten Abstimmung vor lauter Angstmacherei von oben wieder kalte Füsse!
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