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Schweiz Doris Leuthard soll das «Aussterben der Nachtzüge» stoppen

Der Nachtzug – eine aussterbende Gattung? Der Verein «umverkehR» glaubt dies. Er hat deshalb beim Uvek eine Petition eingereicht. Das Ziel: die Rettung der Nachtzüge.

SBB-Uhr mit vorbeifahrendem Zug, der verschwommen zu sehen ist.
Legende: Bis wann sollen die Züge der SBB rollen? Die Petition «Rettet die Nachtzüge» fordert ein besseres Nachtzugangebot. Keystone

11'114 Unterschriften hat der Verein «umverkehR» gesammelt. Seine Petition «Rettet den Nachtzug» hat er nun in Bern dem Verkehrsdepartement (Uvek) übergeben. Die Petition fordert Bundesrätin Doris Leuthard und die SBB auf, bestehende Nachtzugverbindungen zu erhalten und gestrichene wieder in Betrieb zu nehmen.

Seit rund 15 Jahren nähmen das Angebot und die Qualität der Nachtzugverbindungen ab, kritisiert umverkehR. Von einem attraktiven Nachtzugnetz seien nur sieben direkte Verbindungen aus der Schweiz übrig geblieben.

Diese Entwicklung sei ökologisch «höchst problematisch». Der Abbau von Nachtzuglinien führe zu einer Verlagerung der Reisenden von der Bahn zum Flugzeug. Das widerspreche auch den Klimazielen, zu denen sich der Bundesrat verpflichtet hat, schreibt «umverkehR».

Die Organisation verlangt daher von Bundesrätin Leuthard und SBB-Chef Andreas Meyer, dass sie «das langsame Aussterben der Nachtzüge» stoppen, wie es in der Petition heisst. Der Bundesrat und die SBB sollen Möglichkeiten aufzeigen, wie die Anbindung der Schweiz an das Nachtzugnetz auch in Zukunft sichergestellt werden kann.

«UmverkehR» hatte die Petition im Januar mit einer Aktion im Hauptbahnhof Zürich lanciert. Acht in Pyjamas gekleidete Aktivisten machten damals auf einem Perron Pendler auf ihr Anliegen aufmerksam. Unterstützt wird die Petition unter anderem von Pro Bahn, Pro Velo, den Grünen sowie der Juso.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Ob "Nacht-Schnellzüge" weiterhin in Europa die wichtigsten Städte verbinden sollen oder nicht, entscheiden WIR Schweizer(innen) und EUROPAER selber und nicht Bundesrätin Leuthard! Es liegt an UNS SELBER, ob wir per Flugzeug oder Privatauto von Basel nach Rom oder von Zürich nach Wien reisen wollen! Ich denke, es muss einer kein militanter OEKO-HEINI sein, um schnell zu entscheiden, was "besser" ist! Dann laufen die Züge mit den bequemen "Schlafwagen" sicher weiterhin durch die europäische Nacht!
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    1. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      Sie haben grunsdätzlich sicher recht. Nur: Wenn mann dieses Spiel mit falschen Karten beeinflusst, dann geht das nicht. Die falschen Karten sind hier Busunternehmen und Fluggesellschaften, die durch Billiglöhne von ausländischem Personal den Bahnen das Wasser abgraben. Das gilt es zu unterbinden, dann haben wir die Diskussion nicht!
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    2. Antwort von Jürg Baltensperger (Baltensperger)
      @Bolliger: Zur Klärung, wie die SBB funktioniert. Die SBB ist eine spezialgesetzliche AG, welche komplett der CH gehört. Zuständig für die Strategie ist der Bundesrat, insbesondere das UVEK. Ihre Aussage ist genauso richtig wie diejenige im Beitrag - Frau Leuthard ist zuständig, gewählt von der vereinigten Bundesversammlung, welche wiederum von uns, den Schweizer/innen gewählt wurde. Aus ökologischer Sicht ist der Zug immer vorzuziehen.
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  • Kommentar von Walter Starnberger (Walter Starnberger)
    Und das soll ökologisch sein ? In der Nacht ganze Züge fahren lassen für ein paar wenige Öko-Touristen ? Schade für die Steuergelder, mit denen dieser Unsinn subventioniert wird.
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    1. Antwort von Alex Bauert (A. Bauert)
      Den letzten Nachtzug von Biarritz nach Genf für Euro 150.- inkl. Fahrrad habe ich propevoll in Erinnerung. Nachtzüge nach Venedig, Paris, etc., waren immer auch tolle Begegnungsorte für junge Leute. Tagsüber hätte ich viel mehr bezahlt und das Fahrrad nicht mit nehmen können.
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  • Kommentar von Jürg Sand (Jürg Sand)
    Sie soll den Wendewahnsinn stoppen und die Nachtzüge aussterben lassen!
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