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Bericht zu Fastkollision Drohnen gefährden Flugverkehr massiv

Im Flugverkehr häufen sich die Vorfälle mit Drohnen. Eine Kollision sei nur noch eine Frage der Zeit, warnen Experten.

Legende: Audio «Drohnen gefährden den Flugverkehr massiv» abspielen. Laufzeit 1:11 Minuten.
1:11 min, aus Heute um Fünf vom 28.12.2016.
  • Am Flughafen Basel-Mülhausen ist es diesen Sommer zu einer Fast-Kollision eines Easyjet-Flugzeugs mit einer Drohne gekommen, wie jetzt bekannt wird.
  • Die Untersuchungsstelle (SUST) spricht in ihrem Bericht von einem «schweren Vorfall».
  • Laut SUST haben die Vorfälle mit unbemannten Fluggeräten in der Schweiz seit 2014 deutlich zugenommen.
  • Sie fordert Massnahmen, um die Sichtbarkeit unbemannter Fluggeräte zu verbessern.

Am Flughafen Basel-Mülhausen ist es am 14. Juli zu einer Fastkollision zwischen einem Linienflugzeug und einer Drohne gekommen. Es sei ein schwerer Vorfall gewesen, schreibt die Untersuchungsstelle SUST jetzt in ihrem Bericht. Das Flugzeug und die Drohne kamen nur knapp aneinander vorbei und die Piloten hätten gar keine Möglichkeit gehabt, der Drohne noch auszweichen.

Seit 2014 deutliche Zunahme

Schon im März war es am Basler Flughafen fast zu einer Kollision eines Flugzeugs mit einer Drohne gekommen. Die Zahl der unbemannten Fluggeräte im Schweizer Luftraum hat in den letzten Jahren stark zugenommen. 2016 waren bis Ende August 28 Vorfälle registriert. Fast die Hälfte davon wurden als «schwere Vorfälle» eingestuft.

Zusammenstoss eine Frage der Zeit

Die meisten Drohnen können von Kollisions-Warngeräte nicht erfasst werden. Deshalb sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis es tatsächlich zu einem Zusammenstoss komme, warnt die SUST. Sie fordert schnelle Massnahmen, um die Sicherheit zu verbessern. In Diskussion ist beispielsweise eine Transponderpflicht für Drohnen. So könnten Flugzeugbesatzungen Warnsignale erhalten, wenn sich eine Drohne in der Nähe befindet.

27 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Ach nee! Wer hätte das wohl voraussehen können? Wo doch das Geschäft mit Drohnen so lukrativ ist!!
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  • Kommentar von Meinrad Jnglin (mjnglin)
    Es muss immer zuerst etwas passieren bis die Politik eingreift. Meine Meinung dazu ist, dass wenn man nicht sofort einschreitet und die Möglichkeiten der Drohnen mit entsprechenden Gesetzen einschränkt, es immer mehr und mehr gibt. Mich stört vor allem dieser unsinnige Lärm. Immer mehr und mehr Geräusche stören uns. Wenn dann noch die Zustellfirmen auch noch mit den anfliegen wird es noch lästiger. Und wie soll das in der Luft geregelt werden wenn da alle rumfliegen und zusammen krachen?
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  • Kommentar von Rainer Fauser (Rainer Fauser)
    Noch mehr gefährliches und unnützes Zeugs am Himmel: Modellflugzeuge, -hubschrauber, Drachen, Ballons; mit Menschen drunter oder drin: Gleitschirmflieger, Fallschirme, Wingsuites, Segler, Motorsegler usw. - wozu? Um sich und andere zu gefährden. Und wo bleibt die Natur? Wie wär's mit einer saftigen Abgabe zugunsten des Naturschutzes auf all diesen Müll?
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    1. Antwort von Markus Berner (Markus Berner)
      Gleitschirme, ..., Segler, ..., alles unnützes Zeug? Herr Fauser, denken Sie an Ikarus: Fliegen ist eine der ältesten Sehnsüchte des Menschen. Wollen Sie wirklich solche Sehnsüchte unterdrücken? Das Leben besteht bekanntlich aus mehr als Arbeiten, Essen und Fortpflanzen. Und ich denke, gerade bei Gleitschirmen, Seglern, Ballons sind die negativen Auswirkungen auf die Natur relativ gering verglichen mit anderen Freizeitbeschäftigungen. .
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    2. Antwort von Thomas Käppeli (thkaepp)
      Herr Fauser, durften Sie in ihrer Kindheit nie einen Drachen oder Heissluftballon basteln und steigen lassen? Wäre der Mensch ohne diesen „unheimlichen“ Drang, ständig unbekanntes zu erkunden und zu experimentieren, würden wir heute noch in Höhlen hausen. In einem haben Sie aber Recht. Viele dieser Entwicklungen generieren auch fragwürdige Auswüchse. Am bedenklichsten jedoch, alles ist heute gebrauchsfertig käuflich. Phantasie, Kreativität, Fachwissen und handwerkliches Können verkümmert.
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