Drohnen und Raketen sollen Kampfjets ersetzen

Kurz vor der Gripen-Abstimmung hat sich Bundesrat Ueli Maurer zur langfristigen Strategie der Armee geäussert. Demnach könnten die F/A-18 Kampfjets in Zukunft durch Drohen und Raketenabwehrsysteme ersetzen werden. Den Gripen brauche die Schweizer Armee aber trotzdem.

Eine fliegende Aufklärungsdrohne.

Bildlegende: Die Zukunft der Luftaufklärung liegt wahrscheinlich bei den Drohnen. Keystone

Drei Wochen vor der Volksabstimmung über den Kauf des Kampfjets Gripen hat sich VBS-Departementschef Ueli Maurer über die langfristige Strategie der Armee geäussert. In einem Interview mit der «Schweiz am Sonntag» sagte der Bundesrat, dass bei einem Ja zum Gripen ein Teil der F/A-18 Kampfjets mit Raketenabwehrsystemen und Drohen ersetzt werden könnten.

Die Armee verfügte früher über eine Flotte von 400 Kampffliegern. Im Falle eines Volks-Ja zum neuen Gripen gäbe es dann noch 22 Gripen und 32 F/A-18 Kampfjets. Auch die verbliebenen F/A-18 gilt es in naher Zukunft zu ersetzen. Weil der Beschaffungsprozess sehr langwierig ist, denkt der Verteidigungsminister bereits über entsprechende Strategien nach.

Projekt zur Boden-Luft-Abwehr

Die Schweizer Armee komme mit den aktuellen Fliegerabwehr-Systemen etwa auf eine Höhe von 3000 Meter. «Darüber können wir uns nur mit Jets schützen. Mit unserem neuen Projekt, mit dem wir etwa 2018 ins Rüstungsprogramm und 2020 in die Beschaffung gehen können, stärken wird die Fliegerabwehr. Es läuft letztlich auf Raketen hinaus», erklärt Maurer. Es sei denkbar, dass ein Teil der F/A-18 «durch Drohnen und ein Raketenabwehrsystem» ersetzt würden.

Maurer warnt vor Ablehnung des Gripen

Maurer sprach sich dabei erneut für den Gripen aus und warnte vor einem Nein an der Urne. Ohne den Gripen, so Maurer, wäre die Luftpolizei ab 2025 am Ende. Das wäre eine «Katastrophe für den Standort Schweiz.»

Das Land wäre dann nicht mehr in der Lage internationale Konferenzen zu schützen. Dieser Umstand könnte laut Maurer sogar den Uno-Sitz in Genf gefährden. «Das wäre ein gewaltiger Imageschaden für die Schweiz.»

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