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Durch Zecken übertragbar Hasenpest – erkennen und handeln

Die Hasenpest ist schwer zu erkennen. Die Übersicht der typischen Anzeichen und Symptome der Krankheit.

Zwei Männer fahren am mit einem Fahrrad durch den sonnendurchfluteten Stadtwald. (keystone)
Legende: Zecken können die Hasenpest übertragen. Deshalb gilt: Mit geschlossenen Schuhen, langen Hosen und Ärmeln in die Natur. Keystone

Die Hasenpest ist nicht einfach zu diagnostizieren und heilt manchmal auch von selber aus. Die typischsten Zeichen der Krankheit sind Veränderungen der Haut und geschwollene Lymphknoten. Je nachdem, wo der Erreger (Bakterium Francisella tularensis) in den Körper eindringt, kommen weitere Symptome dazu.

Hasenpest?

Die Tularämie (Hasenpest) ist eine in der Schweiz seltene, hochansteckende bakterielle Erkrankung wild lebender kleiner Säugetiere wie Hasen, Wildkaninchen, Mäusen, Ratten oder Eichhörnchen. Sie ist auch für den Menschen ansteckend. Die Beschwerden sind jenen der Pest ähnlich. Die Tularämie zählt zu den sogenannten Zoonosen.

Es gibt drei Arten von Tularämien: Die häufigste Form ist die ulzeroglanduläre Tularämie nach einem Biss eines Nagers sowie Zecken-Stiche.

Symptome

  • Plötzliches Fieber
  • Geschwüre an der Eintrittstelle mit häufig eitriger Entzündung der Lymphknoten

Bei der okuloglandulären Tularämie dringen die Hasenpest-Bakterien über die Bindehaut des Auges ein.

Zeichen

  • Kleines gelbes Knötchen an der Eintrittsstelle
  • geschwollene Lymphknoten von Ohr bis Hals
  • schmerzhafte Bindehautentzündung

Gelangen die Erreger durch die Mundschleimhaut in den Körper, ist von oropharyngaler Tulämie die Rede.

Symptome

  • Geschwüre in Mundhöhle und Rachen
  • geschwollene Lymphknoten
  • oft Rachen- oder Mandelentzündung

Gelangt der Erreger durch Einatmen oder über den Blutweg in den Körper, verläuft die Infektion besonders schwer und betrifft die inneren Organe. Dieser Infektionsweg ist jedoch fast ausschliesslich auf Arbeiten in einem Schlachthof oder in einem Labor beschränkt. Ebenfalls selten kann man die Hasenpest durch den Verzehr von ungenügend erhitztem Fleisch bekommen.

Schutz vor Hasenpest

  • Zu verhaltensauffälligen Wildtieren auf Distanz bleiben. Nicht anfassen oder streicheln, Bisse oder Kratzer vermeiden.
  • Tote Wildtiere, deren Blut oder Ausscheidungen nicht berühren
  • Wildgerichte vollständig durchgaren
  • Übliche Zeckenschutzmassnahmen

Schutz vor Zecken

  • Nur mit geschlossenen Schuhen, langen Hosen und langen Ärmeln in die Natur
  • Körper nach Zecken absuchen. Duschen allein reicht nicht. Zecken saugen sich an der Haut fest, bis sie satt sind.
  • Zecken so schnell wie möglich entfernen, am einfachsten mit einer Zeckenzange. Dabei ist die Technik egal.
  • Bei starker Rötung der Haut, grippeähnlichen Symptomen wie Kopfschmerzen, Erbrechen, Schüttelfrost, Bauchschmerzen, Rachenentzündung oder geschwollenen Lymphknoten zum Arzt gehen.

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