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Dynamischer Aussenhandel Kräftiger Zuwachs der Importe in die Schweiz

Legende: Audio Das Exportgeschäft floriert abspielen. Laufzeit 1:20 Minuten.
1:20 min, aus HeuteMorgen vom 19.10.2017.
  • Der Schweizer Aussenhandel entwickelt sich weiter dynamisch.
  • Die Exporteure steigerten ihre Ausfuhren im dritten Quartal um 2,5 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode.
  • Noch stärker legten allerdings die Importe mit einer Zunahme von 7,4 Prozent zu.

Damit bewege sich der Aussenhandel weiter auf hohem Niveau, teilte die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mit. Ausfuhren von 54 Milliarden Franken standen Importe von 45,4 Milliarden Franken gegenüber. Der Saldo der Handelsbilanz verringerte sich von 10,3 Milliarden auf 8,5 Milliarden Franken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die wichtigsten Exportgruppen verzeichneten allesamt einen Anstieg. Lediglich die Verkäufe von Bijouterie und Juwelierwaren mit einem Minus von 17 Prozent sowie von Papier und Grafischen Erzeugnissen mit einem Rückgang von 2 Prozent trübten das positive Bild, schreibt die EZV.

Hohes Wachstumstempo beim Metall

Die Chemie- und Pharmaindustrie als grösste Gruppe wuchs mit einem Anstieg um 1 Prozent nur bescheiden. Dagegen setzten die Metallexporte ihr hohes Wachstumstempo mit 12 Prozent fort.

Die Exporte von Uhren sowie Maschinen und Elektronik legten um 6 beziehungsweise 5 Prozent zu. Die Verkäufe von Präzisionsinstrumenten wie auch Nahrungs- und Genussmitteln verzeichneten ein Plus von 4 Prozent.

Ausfuhren nach Warengruppen

BrancheVeränderung in Prozent
Veränderung in Mio. CHF
Textilien, Bekleidung, Schuhe+26.9
+211
Metalle+12.1+364
Uhren+5.6+262
Fahrzeuge+5.4+63
Maschinen und Elektronik+5.2+398
Kunststoffe+4.6+37
Präzisionsinstrumente+4.0+147
Nahrungs- und Genussmittel+3.7+75
Chemisch-pharmazeutische Produkte+0.7+179
Papier und Grafische Erzeugnisse-2.2-9
Bijouterie und Juwelierwaren-17.0-514
Quelle: EZV
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Wachstumsmarkt Asien

Die Nachfrage der drei Hauptmärkte wuchs unterschiedlich stark. Am dynamischsten zeigten sich die Ausfuhren nach Asien mit einer Zunahme um 7 Prozent. Hier stachen besonders Singapur, Hongkong und China heraus. Der Anstieg der Exporte nach Nordamerika um 4 Prozent ist auf gestiegene Verkäufe chemisch-pharmazeutischer Produkte in die USA zurückzuführen.

In Europa wuchsen die Ausfuhren um 1 Prozent. Grosse Abnehmer von Schweizer Gütern waren Russland, Belgien, Italien und Deutschland. Die Lieferungen nach Frankreich brachen wegen einer schwächeren Nachfrage nach Juwelierwaren dagegen um rund 500 Millionen Franken ein.

Breit abgestützt

Der Anstieg der Importe verteilt sich über fast alle Sparten. Mit Mehrimporten von 1,1 Milliarden Franken steuerten die chemisch-pharmazeutischen Produkte ein Drittel zum Gesamtzuwachs bei.

Den höchsten Anstieg wiesen die Bijouterie- und Juwelierwaren aus mit plus 20 Prozent. Ebenfalls im zweistelligen Bereich wuchsen die Einfuhren von Metallen und chemisch-pharmazeutischen Produkten. Die Käufe von Maschinen und Elektronik stiegen um 8 Prozent.

Weniger Importe aus Nordamerika

Abgesehen von Nordamerika kamen aus allen Kontinenten mehr Güter. Die Importe aus Asien wuchsen um 17 Prozent. Die Lieferungen stiegen insbesondere aus den Arabischen Emiraten, Japan und China.

In Europa nahmen die Einfuhren aus Frankreich, Österreich, Italien, dem Vereinigten Königreich und Deutschland zu. Hingegen sanken die Lieferungen aus Irland. Der Rückgang der Importe aus Nordamerika um 10 Prozent ist darauf zurückzuführen, dass weniger Fahr- und Flugzeuge aus den USA importiert wurden.

Stillstand im September

Nach zwei starken Vormonaten stagnierten die Exporte im Schlussmonat des dritten Quartals. In erster Linie drückten rückläufige Ausfuhren von chemisch-pharmazeutischen Produkten in die USA das Ergebnis.

Demgegenüber folgte bei den Importen auf den starken August ein ebenfalls kräftiger Zuwachs von 10 Prozent im September. Dazu trug Asien die Hälfte zum Anstieg bei.

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