E-Mails gehackt – Passwörter im Umlauf

DDoS-Attacken auf Online-Shops, Hackerangriffe auf Banken: Die Aktivitäten von Internet-Kriminellen haben in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen gesorgt. Der neuste Streich: 6000 gehackte E-Mail-Konten.

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Betroffen sind Private und kleine Unternehmen

1:47 min, aus Tagesschau vom 18.3.2016

Die Melde- und Analysestelle des Bundes (Melani) hat 6000 Adressen zu E-Mail-Konten erhalten. Diese sind offenbar gehackt worden. Es besteht die Gefahr, dass diese Konten mit den gehackten Passwörtern nun für illegale Zwecke wie Betrug, Erpressung, Phishing oder anderes missbraucht werden.

Überprüfung online

Melani bietet deshalb ein Tool im Internet an, mit dem jeder überprüfen kann, ob seine E-Mail-Adresse betroffen ist. Das Tool kann unter www.checktool.ch aufgerufen werden. Für eine Überprüfung ist nur die Eingabe der E-Mail-Adresse notwendig. Diese wird nicht im Klartext übermittelt und auch nicht gespeichert.

Melani rät allen Personen und Unternehmen, diese Überprüfung durchzuführen. Sollte ein E-Mail-Konto betroffen sein, gibt das Online-Tool eine entsprechende Meldung aus.

Kein Zusammenhang

«Es besteht kein Zusammenhang mit der gehackten SVP-Webseite sowie den DDoS-Attacken auf Webshops», erklärt Pascal Lamia, Leiter Melani, auf Anfrage von SRF News. Das Nachrichtenportal 20min.ch hatte dies zuvor gemeldet. Dieser Fall sei nicht der Meldestelle des Bundes gemeldet worden. Melani habe via Medien davon Kenntniss erhalten.