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Schweiz Ebola-Patient wird in Genfer Spital behandelt

Der an Ebola erkrankte 43-jährige Arzt aus Sierra Leone ist in der Schweiz angekommen. Er wurde in der Nacht ins Genfer Unispital gebracht. Die Ambulanz wurde von der Polizei eskortiert. Der Zustand des Erkrankten hat sich seit dem Abflug in Sierra Leone nicht verschlechtert.

Legende: Video Erster Ebola-Patient in der Schweiz abspielen. Laufzeit 1:05 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.11.2014.

Die Genfer Universitätsspitäler (HUG) haben mit der ersten Behandlung eines an Ebola erkrankten Patienten in der Schweiz begonnen. Der Transfer des 43-jährigen Kubaners von Sierra Leone nach Genf verlief problemlos. Der Mann konnte bereits seine Angehörigen in Kuba anrufen, wie die HUG mitteilten.

Der kubanische Arzt landete am Donnerstag um 23.30 Uhr am Flughafen Genf. Er war von einer privaten US-amerikanischen Fluggesellschaft in die Schweiz gebracht worden.

Der Kubaner trug einen Schutzanzug und eine Maske, konnte das Flugzeug aber aus eigener Kraft verlassen. Er wurde in einer Ambulanz in die HUG gebracht. Das Fahrzeug wurde von einer Polizeieskorte begleitet.

Isoliertes Gebäude des Spitals

Um 00.36 Uhr traf er in den HUG ein und wurde sofort in ein für Ebola-Behandlungen eingerichtetes Unterdruck-Zimmer gebracht. Für das für diese Fälle geschulte Personal gelten strenge Sicherheitsvorschriften.

Der Kubaner, ein Mitglied eines 165-köpfigen medizinischen Teams aus dem Inselstaat, ist der erste Ebola-Kranke, der in der Schweiz behandelt wird. Im Universitätsspital ist er in einem eigens eingerichteten Zimmer in einem vom restlichen Spitalbetrieb isolierten Gebäude untergebracht. Der Patient befindet sich in einem stabilen Zustand. Er leidet seit Sonntag an Fieber.

Das Universitätsspital hat laut Kantonsarzt Romand Erfahrung bei der Behandlung von viralen Fiebererkrankungen mit Blutungen, die Ebola ähnlich sind. Die Behandlung organisierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf der Grundlage eines Abkommens zwischen ihr und Kuba, das Behandlungen von Helfern aus dem Inselstaat in einem Drittland vorsieht.

Die Schweiz hatte sich zur Verfügung gestellt, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, die sich in Westafrika bei Hilfseinsätzen ansteckten, zu behandeln. Das Bundesamt für Gesundheit nahm am Dienstag eine entsprechende Anfrage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an.

Über 5450 Todesfälle

Beim Ebola-Ausbruch in wenigen Ländern in Westafrika sind bisher mindestens 5450 Menschen gestorben. Allein in Liberia kamen mehr als 2800 Menschen wegen der Krankheit ums Leben. Nebst Liberia sind auch Sierra Leone und Guinea stark betroffen.

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33 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Wozu dieser CO2 ausstossende Riesen-Konvoi? Ein Polizeiauto vorne und hinten würde doch reichen, nicht wahr? Naja, man holt die Kohle einfach aus der Steuerzahlerkasse.
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  • Kommentar von Christa Wüstner, Reinach
    Herr Käser, ich habe geschrieben, dass ich es schlimm finde das Vertrauen zu verlieren. Es war eine Antwort Auf Frau Berneggs Kommentar. In dem finden Sie unter anderen die Worte........ich traue niemanden mehr. Den "Gutmenschen schon gar nicht. Muss man akzeptieren. Sehr schade!
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    1. Antwort von Walter Rivera, Düselsdorf
      Wieso kann Kuba ihm nicht helfen? Nach 1 Monat ihres Einkunft in Afrika,nur 10 Patienten konnten bis jetzt vom diese tolle Ärzte behandeln werden,da sie nicht ein Mal Feldslazarette verfügen,Engländer mussten denen einen offerieren und schon ist der 1te krank, schlimm ist es das seinen Regierung verbietet die die mit Ebola erkranken im seinen eigenes Land sich zu behandeln.Toll, der Kubaner muss in der CH auf Kosten der Steuerzahler behandelt werden weil seine Regierung die Einreise verbietet…
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    2. Antwort von Patrik Schaub, Zunzgen
      Nichts neues im Westen, Herr Rivera. Europas Steuerzahler blechen schliesslich auch die Aufenthalte X-Tausender Asylbewerber und Flüchtlingen aus aller Herren Länder, deren Regierungen sich mit Handkuss dafür bedanken ...
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  • Kommentar von Hans Hammer, Fribourg
    Wer von den Vertretern der Fraktion "keine Behandlung von Ebola-Patienten in Ebola-freien Ländern" war den tatsächlich schon mal in den betroffenen Regionen und hat sich ein Bild der medizinischen Versorgung, Spitäler, etc. gemacht? Bei allem Verständnis für diese Therorie des "nicht Verschleppen" von Ebola, es fehlen vor Ort schlicht die Mittel! Wir haben das Glück, eine sehr gute Versorung zu geniessen, und sollten in Krisenzeiten diese kontrolliert zur Verfügung stellen können!
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