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Schweiz Economiesuisse: Mehrere Multis wollen Schweiz verlassen

Nach Annahme der Abzocker-Initiative haben mehrere internationale Unternehmen vor, die Schweiz zu verlassen. Dies kündigt Economiesuisse-Präsident Rudolf Wehrli in der «Rundschau» an.

Legende: Video Economiesuisse-Präsident Rudolf Wehrli in der «Rundschau». abspielen. Laufzeit 0:24 Minuten.
Aus News-Clip vom 06.03.2013.

«Die Pläne zum Wegzug sind ausgearbeitet», sagt Wehrli. Es handle sich dabei um «mehrere grosse Unternehmen». Der Wegzug börsenkotierter Unternehmen sei «kein Schreckgespenst». Er wisse persönlich von realen Szenarien, die nun nach dem Ja zur Abzocker-Initiative von den Multis geprüft würden: «Sie haben Optionen, wo sie hingehen wollen.» Namen von Unternehmen wollte er auf Nachfrage hin nicht nennen.

«Wir sind nicht Vertreter des Geldadels»

Zur Niederlage vom Sonntag räumt Wehrli in der «Rundschau» erstmals ein, dass Economiesuisse ein Glaubwürdigkeitsproblem habe. Es gebe aber «keinen Grund für ein Köpferollen». Die Führungsmannschaft um Direktor Pascal Gentinetta werde nicht ausgewechselt. «Wir liegen nicht am Boden», so Wehrli. Der Dachverband der Schweizer Wirtschaft vertrete auch viele KMU und «nicht den Geldadel».

Wehrli verteidigt Mio-Gehalt von Clariant-CEO

Weiter verteidigt Wehrli, der auch Verwaltungsratspräsident des Chemiekonzerns Clariant ist, das Vergütungspaket von 7,4 Millionen Franken für seinen CEO Hariolf Kottmann. Dieser habe Ausserordentliches geleistet und den Marktwert des Unternehmens «um die Hälfte raufgesetzt». Wehrli bestätigt, der Beitrag beinhalte auch eine Sondervergütung von 1,5 Millionen Franken in bar.

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91 Kommentare

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  • Kommentar von A. Hildbrand, Oftringen
    Die Firmen die tatsächlich gehen, sind dann wohl definitiv als Abzocker entlarft. Das währe ein Grund für mich, nicht in diese Firmen zu investieren und Aktien zu halten. Auch Pensionkassen sollten solche Firmen dringend meiden! Könnte auch ein Signal sein für Anleger weltweit.
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Egal wohin man schaut, Politik, Wirtschaft, Kader, diese Eliten werden weiterhin dafür sorgen, dass ihre überbezahlten Schoggi-Jobs überbezahlt bleiben und sich gegenseitig decken und schützen. Und das voll auf Kosten der Bürger und Arbeiter. Ich bin gegen Abzocke! Aber nur, wenn ich dann auch mehr Geld für meine harte Arbeit erhalte. Und genau dies ist nach wie vor NICHT der Fall. Die Schweizer sind engstirnig und viel zu anständig. Darum kommen solche wirkungslosen Trotzabstimmungen gut...
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  • Kommentar von Winfried Mall, St. Gallen
    Ständig heisst es, man brauche die exorbitanten Vergütungen, um wirklich "die Besten" gewinnen zu können. Es gibt doch sicher - und in vielen Unternehmen bestimmt auch tatsächlich - intelligente und fähige Leute, die bereit sind, ihr Bestes zu geben, wenn das Umfeld dafür stimmt, und dazu gehört doch wirklich nicht nur das Geld. Ich meine, wenn ein Manager lediglich wegen des Geldes weggehen möchte, ist dies eben kein Fähigkeitsausweis, sondern eine Charakterschwäche.
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