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Schweiz Ehemaliger Sittener Stadtpolizist muss zehn Jahre ins Gefängnis

Ein ehemaliger Polizist der Stadt Sitten muss eine Gefängnisstrafe antreten. Er hatte gestanden, sich bis 2012 an 18 Buben vergangen zu haben. Das Bezirksgericht bestätigte damit den Strafantrag des Generalstaatsanwalts.

Ein ehemaliger Polizist der Stadt Sitten muss für zehn Jahre ins Gefängnis. Noch während der Haft muss er sich auch einer ambulanten psychiatrischen Behandlung unterziehen. Als Schadenersatz muss der Verurteilte seinen Opfern auch 150‘000 Franken bezahlen. Zu diesem Zweck wurden Fahrzeuge und Immobilien in seinem Besitz beschlagnahmt. Sie sollen nun veräussert werden.

Das Bezirksgericht bestätigte damit den Strafantrag des Walliser Generalstaatsanwalts Nicolas Dubuis für eine Haftdauer von zehn Jahren.

Das Gericht lehnte es aber ab, dass dem Verurteilten auf Lebenszeit verboten wird, keine beruflichen oder freizeitlichen Aktivitäten mit Kindern mehr ausüben zu dürfen. Beim Urteil stützte sich das Bezirksgericht auf vier Experten, die zu gleichen Schlussfolgerungen gekommen sind.

Die Verhandlung vor dem Bezirksgericht Sitten fand teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Massnahme wurde zum Schutz der Opfer getroffen, von denen 17 am Prozess als Zivilkläger teilnehmen. Der Angeklagte kann gegen das Urteil beim Kantonsgericht appellieren.

Vertrauen ausgenutzt

Der 54-jährige Angeklagte hatte zu Beginn des Prozesses gestanden, sexuelle Handlungen mit 18 Knaben vorgenommen zu haben. Dies passierte zwischen 1996 und 2012 bei ihm zu Hause. Die Knaben waren damals zwischen 7 und 15 Jahre alt.

Laut der Anklage war die persönliche oder familiäre Lage der Buben zum Tatzeitpunkt schwierig. Der Angeklagte soll sowohl zu den Kindern wie auch zu deren Eltern vor den Übergriffen jeweils eine Vertrauensbeziehung aufgebaut haben.

Seine späteren Opfer übernachteten manchmal bei ihm. Er war entweder ihr Konfirmationspate oder eine Art Ersatzgötti. Zudem kannte er einige der Kinder auch aus seinem Amt als Fussballtrainer.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Schultheiss (Peter Schultheiss)
    Das Thema als Blitzableiter: Die Kommentare dienen der reinen Frustbewältigung.
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    1. Antwort von Franz NANNI (Aetti)
      Stell Dir vor, DU waerest als kleiner Junge von einem Paedophilen "beglueckt" worden.... merke, dieses Erlebnis wird NIE verarbeitet, wird NIE vergessen... Dieser Paedo geht fuer einige Jahre hinter Gitter, nach wenigen Jahren ist er frei, wegen guter Fuehrung.. Das mentale Trauma der Missbrauchten aber besteht weiter...
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    2. Antwort von Thomas Schweizer (Der Römer)
      @Nanni. Ihre Angaben treffen auf Vergewaltigungs-Opfer zu, sogar oft schlimmer, aber bei weniger Harten Missbräuchen wie Nackt gegenseitig anfassen und abküssen gibt es nicht unbedingt schwere Psychische Störungen bei Kindern, wenn sie möglichst schnell Therapie bekommen. Verhaltensauffälligkeiten jedoch kommen immer vor.
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  • Kommentar von Peter Holzer (Peter Holzer)
    "Das Gericht lehnte es aber ab, dass dem Verurteilten auf Lebenszeit verboten wird, keine beruflichen oder freizeitlichen Aktivitäten mit Kindern mehr ausüben zu dürfen." Es gäbe ja wohl genügend andere Betätigungsfelder als ausgerechnet etwas mit Kindern! Es wird ihm doch kaum jemand wieder seine Kinder anvertrauen wollen, also hätte man zum Schutz von allen (inkl. Selbstschutz des Täters) dieses Verbot aussprechen können!
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  • Kommentar von Denise Casagrande (Future)
    Zig Kinder sexuell missbraucht und deren Leben lebenslang zerstört, muss dieser Verbrecher für 10 lächerliche Jährchen hinter Gitter! Und was danach? Sexellle Abartigkeit, ist durch nichts zu heilen, was längst bewiesen ist! Die nächsten Opfer sind vorprogrammiert! Wessen Kind muss dann daran glauben??? Strassenverkehrs-Gesetz = knallhart! Im Vergleich dazu - klare "Kuscheljustiz und Verhätschelung" von Sexalstraftätern, welche ihre Opfer - mindestens - psychisch ermorden!! Verhältnisunsinn!!
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