Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweiz Eine Einladung, die nie ankam

Das Verhältnis zwischen Frankreich und der Schweiz ist kühl. Grund: das geplante Erbschaftssteuerabkommen. Zankapfel ist zurzeit der Unterzeichnungstermin. Frankreich will den Vertrag im Mai unterzeichnen. Die Forderung kommt jedoch in Bern nicht gut an, zeigen Recherchen der «Tagesschau».

Legende: Video Verstimmung zwischen Frankreich und der Schweiz abspielen. Laufzeit 02:41 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.04.2013.
Frankreich-, EU- und Schweizerflagge, Gebäude, Wald im Hintergrund
Legende: Rote Köpfe über die Grenzen hinweg: Das geplante Erbschaftssteuerabkommen sorgt für diplomatische Verstimmungen. Keystone

Vergangene Woche hat der französische Finanzminister Pierre Moscovici gesagt, das Erbschaftssteuerabkommen werde in Paris unterzeichnet. «Prinzipiell sind wir uns einig. Also werden wir diesen Vertrag schnell – sehr schnell sogar – unterzeichnen», erklärte damals Frankreichs Finanzminister.

Widmer-Schlumpf erstaunt

Frankreich macht also Druck. Kein Wunder: Das Erbschaftssteuerabkommen berechtigt den französischen Fiskus bis zu 45 Prozent Steuern auf Erbschaften in der Schweiz einzuziehen.

Frankreichs Finanzminister erklärt in der Tagesschau: «Ich habe Frau Widmer-Schlumpf eingeladen im Mai zur Unterzeichnung nach Frankreich zu kommen.»

Darüber zeigte sich Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf erstaunt. Sie habe von der französischen Regierung nie eine Einladung erhalten. Zudem: Ein Unterzeichnungstermin für das geplante Erbschaftssteuerabkommen sei noch nicht vereinbart worden.

Grund: Im Februar hatte die Schweiz zwei Vertragsanpassungen verlangt. So fordert der Bund: Das Abkommen soll nur für jene gelten, welche seit mindestens acht Jahren Wohnsitz in der Schweiz haben. Und der Vertrag soll nicht wie Frankreich will 2014 sondern frühestens 2015 in Kraft treten.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

20 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Marlies Artho, Schmerikon
    Was stimmt jetzt: :hat Frau E.Widmer nichts gewusst oder hat Sie es doch? Was macht sie wenn sie nach Frankreich geht, weiss sie nicht, was sie tun soll, oder weiss sie es doch. Man wird ja dann sehen wie Glaubwürdig sie ist, wenn es um die Unterzeichnung geht. Vielleicht findet sie dann wieder einen anderen Grund, um sich aus der ernsten Situation zu ziehen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Alexander Moser, Interlaken
    Die Enteignung der Mittelschicht ist im vollen Gange... Die "oberen 10'000" werden - wie immer - ihre Schlupflöcher finden, und die "Unterschicht" hat sowieso kaum was zu vererben.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Yvonne Scherrer, 4123-Allschwil
    Alle brauchen Geld, Geld, Geld! Ob Amerika oder die EU oder einzelne Länder, wie Frankreich, Spanien, Italien, Portugal... Jeder schlägt und greift nach Geld um sich! Am Liebsten probiert man es immer wieder mit der Schweiz! Egal wie, wo und wann, man ist erfinderisch! EU wieso spart ihr nicht in Brüssel? Eine EU = einen Finanzminister für die EU, einen Präsident in der EU, einen...usw. Nein! Einen Finanzminister für Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Österreich..?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen