Einst war sie schmal und kurvig

Zwei Tunnels und eine ganz neue Strasse sollen ab 2017 neben der bisherigen Axenstrasse entstehen. Wie aus einer nicht asphaltierten Strasse eine wichtige Nord-Süd-Verbindung wurde.

Ein Felsbrocken liegt auf der Axenstrasse.

Bildlegende: Oft war die Strasse wegen Felsstürzen gesperrt: Hier 2009, als ein Gesteinsbrocken durch das Galeriedach krachte. Keystone/Kapo Schwyz

Die erste Axenstrasse wurde 1865 eröffnet. Sie war schmal und kurvig. 1939 wurde die Route asphaltiert, danach immer wieder saniert und ausgebaut. Nun sollen zwei neue, lange Tunnels Schwyz und Uri am Axen verbinden.
 
Wegen Murgängen und Felsstürzen musste die Axenstrasse immer wieder gesperrt werden, 1992 gar für acht Monate. Unbefriedigend ist auch, dass eine der wichtigsten Nord-Süd-Nationalstrassen mitten durch Sisikon führt und auch von Velofahrern und Fussgängern benutzt werden muss. Zudem besteht an Brücken, Galerien und Tunnels grosser Sanierungsbedarf.

Zwei Tunnel statt einer

Ein erstes Projekt für den Ausbau am Axen lag Anfang der 1990er-Jahre vor. Damals ging man noch davon aus, dass ein einziger Tunnel – der Fronalp-Tunnel – Ingenbohl SZ und Sisikon UR verbinden könnte.
 
Nach dem sich der Kanton Schwyz gegen diese Variante ausgesprochen hatte, startete ein völlig neuer Denkprozess. Das Resultat: Als beste Variante erwies sich der «Etappierte Tunnel». Sie besteht aus dem knapp 2,9 Kilometer langen Morschacher Tunnel im Norden und dem rund 4,4 Kilometer langen Sisikoner Tunnel im Süden. Ab 2017 wird gebaut. Frühestens ab 2024 rollen die Autos.