Einzonung nur gegen Auszonung

Geht es nach den Jungen Grünen, soll es in Zukunft keine neue Bauzone geben, ohne dass eine gleich grosse Fläche ausgezont wird. Denn: Die Zersiedelung sei das «Umweltproblem Nummer eins».

Lancierung der Zersiedelungs-Initiative: Junge Grüne platzieren Modell-Häuser auf einer Schweiz-Karte.

Bildlegende: Lancierung der Zersiedelungs-Initiative: Junge Grüne platzieren Modell-Häuser auf einer Schweiz-Karte. Keystone

In der Schweiz soll der Zersiedelung, die aus der unbeschränkten Einzonung hervorgeht, ein Riegel geschoben werden. Dies wollen die Jungen Grünen mit der Initiative «Zersiedelung stoppen – für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung» erreichen.

Laut den Intitianten zerstöre die Zersiedelung nicht nur die Natur, sondern veranlasse auch ein wachsendes Verkehrsaufkommen. Wer dezentral wohne, müsse etwa für die Arbeit auch weite Strecken zurücklegen.

Die Zersiedelung könne nur gestoppt werden, wenn die Gesamtmenge der Bauzonen begrenzt wird. Die Initianten wollen deshalb in der Verfassung verankern, dass die Ausscheidung neuer Bauzonen nur zulässig ist, wenn eine andere Fläche von mindestens gleicher Grösse und vergleichbarem potenziellem landwirtschaftlichen Ertragswert aus der Bauzone ausgeschieden wird.

Sobald der Intitativtext im Bundesblatt veröffentlicht ist, können die Intianten mit der Unterschriftensammlung beginnen. Sie haben Zeit bis am 21. Oktober.