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Schweiz Einzonung nur gegen Auszonung

Geht es nach den Jungen Grünen, soll es in Zukunft keine neue Bauzone geben, ohne dass eine gleich grosse Fläche ausgezont wird. Denn: Die Zersiedelung sei das «Umweltproblem Nummer eins».

In der Schweiz soll der Zersiedelung, die aus der unbeschränkten Einzonung hervorgeht, ein Riegel geschoben werden. Dies wollen die Jungen Grünen mit der Initiative «Zersiedelung stoppen – für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung» erreichen.

Laut den Intitianten zerstöre die Zersiedelung nicht nur die Natur, sondern veranlasse auch ein wachsendes Verkehrsaufkommen. Wer dezentral wohne, müsse etwa für die Arbeit auch weite Strecken zurücklegen.

Die Zersiedelung könne nur gestoppt werden, wenn die Gesamtmenge der Bauzonen begrenzt wird. Die Initianten wollen deshalb in der Verfassung verankern, dass die Ausscheidung neuer Bauzonen nur zulässig ist, wenn eine andere Fläche von mindestens gleicher Grösse und vergleichbarem potenziellem landwirtschaftlichen Ertragswert aus der Bauzone ausgeschieden wird.

Sobald der Intitativtext im Bundesblatt veröffentlicht ist, können die Intianten mit der Unterschriftensammlung beginnen. Sie haben Zeit bis am 21. Oktober.

21 Kommentare

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  • Kommentar von N. Bossard, Kölliken
    Anstatt zu polemisieren könnte man/frau auch einen kurzen Blick in das Argumentarium der Initiative zu werfen: "Die gesamte Siedlungsfläche für Wohnraum hat von 1985 bis 2009 um 44.1% zugenommen. Gleichzeitig ist die Wohnbevölkerung in der Schweiz um 17.1% angestiegen [...] Der wachsende Pro-Kopf Bedarf ist folglich der hauptsächliche Treiber der Zersiedelung."
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    3. (!) Versuch: Offenbar verletzten meine bereits 2 (!) Mal geschriebenen Bedenken gegen das verdichtete Bauen (immer mehr die Menschen zusammen pferchen in Grossüberbauungen, Hochhäuser oder der Hass gegen Einfamilienhäuser), das Netiquette! Ich wies auf die Problematik hin, dass das enge zusammenbauen und "Grosskasernen" oftmals zu Brutstätten der Aggressivität, Unzufriedenheit bis hin zur kriminellen Bereitschaft bei Jugendlichen verkommen kann! Offenbar habe ich damit die Wahrheit geäussert!
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  • Kommentar von W. Pip, Züri
    Zersiedelung als «Umweltproblem Nummer eins»? Das klang doch noch ganz anders, als es um die MEI ging. Was für ein verlogener Verein. Immer schön die Symptome bekämpfen, bloss keine Ursachenbehebung. Gell?
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