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Schweiz Eklat bei Gegnern der GSoA-Initiative

Die armeefreundliche Gruppe Giardino steht nach Aussagen ihres Präsidenten, Hermann Suter, in einem schiefen Licht. In der «Wochenzeitung» rief er zur Erschiessung aller Bundesräte mit Ausnahme von Ueli Maurer auf.

Soldat hält hinter seinem Rücken sein Dienstbüchlein.
Legende: Die Gegner der GSoA-Initiative zur Abschaffung der Wehrpflicht sorgen für einen Eklat in armeefreundlichen Kreisen. Keystone

Alle Bundesräte erschiessen – mit Ausnahme von Ueli Maurer. Mit dieser Aussage gegenüber der «Wochenzeitung» hat Giardino-Präsident Hermann Suter für einen Eklat bei den Gegnern der GSoA-Initiative zur Abschaffung der Wehrpflicht gesorgt.

Zwar ist umstritten, was genau Suter in Birmensdorf (ZH) gesagt hat. Auf einem Tondokument, das die «WOZ» auf ihrer Website aufgeschaltet hat, ist zu hören: «Mit Ausnahme von Maurer sollte man die alle (dann folgt ein unverständliches Wort) verschiessen. Ich stehe zu dem.»

Die armeefreundliche Gruppe Giardino ihrerseits hält fest, tatsächlich es heisse «mit Ausnahme von Maurer sollte man die alle mit heissem Käse verschiessen». Dabei handle es sich um eine in der Innerschweiz am Stammtisch gebräuchliche Redewendung – analog zur Wendung «ins Pfefferland wünschen».

In einem Brief an Bundespräsident Ueli Maurer hat sich Suter inzwischen entschuldigt. Dennoch drohen Folgen: Giardino soll vom Verein für eine sichere Schweiz ausgeschlossen werden. Dies sagte Vereinspräsident Jakob Büchler der «NZZ».

20 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Huber, Uster
    Die Wochenzeitung (WOZ) steht ganz klar auf der linken Seite. Für jemanden aus dem Mitte- oder Rechts-Lager ist vieles in der WOZ unverständlich, unsinnig und an den Haaren herbeigezogen. Da ist eine Weltwoche geradezu ausgewogen.Dass sich jemand ausgerechnet der WOZ gegenüber so einen Ausrutscher erlauben würde, ist unwahrscheinlich. Man hörte wohl was man hören wollte.
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Unbedacht, so gutes Fondue an nicht so gute Politiker zu verschwenden... oder? ;-D
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  • Kommentar von Samuel Bendicht, Bern
    Einige echte Eidgenossen sind langsam so indoktriniert von ihrer eigenen Propaganda und hegen einen solchen Hass auf den politischen Gegner, dass sie das Gefühl haben, die Schweizer Gesetze und Anstandsregeln gelten nur noch für die Anderen. Ich empfinde dass als eine höchst bedenkliche Entwicklung, welche meiner Meinung nach nur einer kleinen Gruppe, die sich eine ganze Partei kaufen konnte, zur Last zu legen ist.
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    1. Antwort von W. Helfer, Zürich
      Das können Sie laut sagen, S. Bendicht. Es ist ja wirklich schon bedenklich, wie der Hass auf politische Gegner ausartet. Suter rief ja nicht zur ERschiessung auf, wie es SRF wieder mal suggestieren will, sondern er sagte man sollte sie mit heissem Käse VERschiessen. Es ist wirklich bedenklich, dass man aus jeder Mücke einen Elefanten macht, nur weil man auf politischer Ebene nicht fähig ist, den Gegner zu schlagen.
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    2. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      E. Bendicht Leider habe ich Sie nicht richtig verstanden wer kauft wen? Sicher Geld ist Macht deshalb werden ja auch Menschen umgebracht. Ob diese Macht nicht aber auch für jeden im eigenen Interesse ist, da spielt wiederum Geld keine Rolle, sondern die Macht recht haben zu wollen. Also sollte man doch eher versuchen einander zu verstehen und richtig hinhören, nicht nur das was man selber hören will, sondern Fähigkeit haben zu differenzieren. Frieden herzustellen heisst Versöhnung beidseitig!!
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