Eklat bei Gegnern der GSoA-Initiative

Die armeefreundliche Gruppe Giardino steht nach Aussagen ihres Präsidenten, Hermann Suter, in einem schiefen Licht. In der «Wochenzeitung» rief er zur Erschiessung aller Bundesräte mit Ausnahme von Ueli Maurer auf.

Soldat hält hinter seinem Rücken sein Dienstbüchlein.

Bildlegende: Die Gegner der GSoA-Initiative zur Abschaffung der Wehrpflicht sorgen für einen Eklat in armeefreundlichen Kreisen. Keystone

Alle Bundesräte erschiessen – mit Ausnahme von Ueli Maurer. Mit dieser Aussage gegenüber der «Wochenzeitung» hat Giardino-Präsident Hermann Suter für einen Eklat bei den Gegnern der GSoA-Initiative zur Abschaffung der Wehrpflicht gesorgt.

Zwar ist umstritten, was genau Suter in Birmensdorf (ZH) gesagt hat. Auf einem Tondokument, das die «WOZ» auf ihrer Website aufgeschaltet hat, ist zu hören: «Mit Ausnahme von Maurer sollte man die alle (dann folgt ein unverständliches Wort) verschiessen. Ich stehe zu dem.»

Die armeefreundliche Gruppe Giardino ihrerseits hält fest, tatsächlich es heisse «mit Ausnahme von Maurer sollte man die alle mit heissem Käse verschiessen». Dabei handle es sich um eine in der Innerschweiz am Stammtisch gebräuchliche Redewendung – analog zur Wendung «ins Pfefferland wünschen».

In einem Brief an Bundespräsident Ueli Maurer hat sich Suter inzwischen entschuldigt. Dennoch drohen Folgen: Giardino soll vom Verein für eine sichere Schweiz ausgeschlossen werden. Dies sagte Vereinspräsident Jakob Büchler der «NZZ».