Elektrobiker leben gefährlich

Auf Schweizer Strassen starben vergangenes Jahr 243 Menschen, 26 weniger als 2013. Auch die Zahl der Unfälle mit Schwerverletzten ging insgesamt zurück. Dafür häuften sich die Unfälle, bei welchen E-Biker Schaden nahmen.

Mann fährt ein Elektrobike mit einem Kinderanhänger.

Bildlegende: 2014 verunglückten 29 Fahrradfahrer tödlich, zwölf mehr als im Vorjahr. Keystone

Schweizweit ereigneten sich auf Schweizer Strassen letztes Jahr 17'803 Unfälle mit Personenschaden. 243 Personen kamen ums Leben. 4043 Menschen wurden schwer verletzt und 17'478 leicht. Gegenüber 2013 sank die Zahl der Verkehrstoten um zehn Prozent und um 24 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2009 bis 2013.

Die Zahl der Schwerverletzten nahm gegenüber dem Vorjahr um zwei und im Vergleich mit den Jahren 2009 bis 2013 um acht Prozent ab. Gemäss dem Bundesamt für Strassen (Astra) lässt sich der Rückgang der schweren Unfälle mit der Verbesserung bei den Fahrzeugen erklären.

Immer mehr schwer verletzte Elektrobiker

Während die Zahl der Unfälle mit Toten und Schwerverletzten insgesamt zurückging, häuften sich die schweren Unfälle mit Elektrobikes. 2014 wurden 145 E-Bike-Fahrer schwer verletzt, 31 mehr als im Jahr zuvor.

Überhaupt nahmen die schweren Velounfälle zu. 2014 verunglückten 29 Fahrradfahrer tödlich, zwölf mehr als im Vorjahr. Bei den Schwerverletzten wurde im Vergleich zu 2013 eine Zunahme von 13 Prozent verzeichnet.

Weniger Fussgänger getötet

Die Zahl der tödlich verunglückten Fussgänger sank wiederum im Vergleich zum Durchschnitt der vorhergehenden fünf Jahre um 38 Prozent. 2014 kamen insgesamt 43 Fussgänger ums Leben, so wenig wie noch nie in den letzten Jahren.

Die tödlich verlaufenden Fussgängerunfälle gingen sowohl bei den Fussgängerstreifen als auch ausserhalb dieser zurück. Auf Fussgängerstreifen verloren im letzten Jahr 14 Fussgänger ihr Leben. Das sind 39 Prozent weniger im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt von 2009 zu 2013.