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Energiewende Gehen im Sommer in Mühleberg die Lichter aus?

Das Bundesgericht entscheidet heute Donnerstag über die Zukunft des AKW Mühleberg. Vor einem Jahr hatte das Bundesverwaltungsgericht dem AKW die unbefristete Betriebsbewilligung entzogen – und ein Betriebsende festgesetzt. Mühleberg und der Bund legten darauf Rekurs ein.

Tag der Entscheidung für Mühleberg: Das Bundesgericht in Lausanne beurteilt einen Rekurs der Mühleberg-Betreiberin BKW und des Energiedepartements (Uvek).

Vor einem Jahr hatte sich das Bundesverwaltungsgericht in die Causa Mühleberg eingeschaltet und geurteilt: Die bisher unbefristete Betriebsbewilligung für den Meiler wird befristet – auf Ende Juni 2013. Die Richter in St. Gallen forderten zudem ein umfassendes Konzept. Die BKW musste Massnahmen aufzeigen, wie sie den langfristigen Betrieb des Meilers sicherheitstechnisch bewältigen will.

BKW und Uvek reichten Rekurs ein. Sie argumentierten: Das AKW werde durch das Eidgenössische Nuklearinspektorats (Ensi) ausreichend beaufsichtigt.

Mühleberg – umstritten seit Probephase

Das Atomkraftwerk Mühleberg im Kanton Bern. (keystone)
Legende: Lichterlöschen in Mühleberg? Das Bundesgericht entscheidet über die Zukunft des AKW. Keystone

Der Richterspruch des Bundesverwaltungsgerichts ist wegen des hängigen Rekurses nicht rechtskräftig. Das hin und her reiht sich in die vielen Kontroversen in der Geschichte des AKW ein. Der Streit um den Meiler ist so alt wie das AKW selbst.

Die Probleme begannen schon während des Probebetriebs 1971 – eineinhalb Jahre bevor erstmals Strom produziert wurde (November 1972). Mit Blick auf die Mühleberg-Chronologie sprechen Kritiker zuweilen auch von Pleiten, Pech und Pannen.

So schnell gehen Lichter nicht aus

Doch die AKW-Betreiberin hat sich gegen diesen Widerstand stets durchsetzen können. Auch heute ist für die BKW klar: Mühleberg wird nicht sofort abgeschaltet – unabhängig vom Entscheid des höchsten Gerichts.

Wird das Urteil aus St. Gallen aber bestätigt, muss das Ensi entscheiden, ob das Instandsetzungskonzept – der Fahrplan für die kommenden Jahre – für Mühleberg ausreicht. Wenn nicht, gehen Ende Juni 2013 die Lichter in Mühleberg wohl definitiv aus.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von C.E.C.Yeager, Schweiz
    Ich wäre dafür das alle Meiler die vor 1972 in betrieb gingen, bis 2014 abgeschaltet würden. Ich sehe ein das damit gleich deren 3 eingestellt werden müssten. Doch die tacktick des verzögerns, und den betrieb gegen jeden wiederstand, mit allen Mitteln zu erreichen. Halte ich auf dauer nicht für sinnvoll. Solche vorhaben können auch gerne in einer sehr unschönen revolte enden.
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  • Kommentar von Kurt Spalinger, Wohlen
    Wer das denken nicht den anderen überlässt, muss Mühleberg sofort abschalten und alle anderen AKW's ebenso. Das Atommüll-Problem und die Gefahren die davon ausgehen sind nicht lösbar! (s. auch mein Podcast zu diesem Thema)
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  • Kommentar von Benedikt Jakob, Safnern
    Wenn der Entscheid Mühleberg zu betreiben, dem BG überlassen wird, entscheiden jene die kein Wissen über Nuklearphysik verfügen. Wenn, was technisch gesehen nur alle 1:1'000'000 J. geschieht, ein Vorfall sich ereignet, so ist die Bundeshauptstadt und 30 km nicht mehr bewohnbar. Statistisch gesehen! Betrachtet man Unfälle seit 1945, so ist es unwahrscheinlich dass die BKW, d.h.Kanton, d.h. Ensi, dies entscheiden werden, den atomaren Schrott später, d.h. nach dem Vorfall, verantworten zu mü...
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