Zum Inhalt springen

Energiewende Neue Hürde für die Energiewende

Bundesrat und Parlament wollen den Ausstieg aus der Atomenergie. Gegen den Fahrplan hin zum grünen Strom gibt es aber unerwarteten Widerstand. Ein Einzelkämpfer fordert ein Referendum gegen Förderabgaben für erneuerbare Energien.

Montage von Solarpanels.
Legende: Kommt die Energiewende ins Stocken? Keystone

Die Schweiz will weg von der Atomkraft hin zu Strom aus erneuerbaren Energien. Die ganze Schweiz? Nein: Der Oltner Informatiker und Buchautor Christian Riesen ist mit dem eingeschlagenen Weg nicht ganz einverstanden und startet ein Referendum gegen die beschlossenen Förderabgaben.

National- und Ständerat hatten im Juni einen indirekten Gegenvorschlag zur Cleantech-Initiative verabschiedet. Dieser sieht eine Erhöhung auf Strom zur Förderung erneuerbarer Energie von heute 0,45 auf maximal 1,5 Rappen pro Kilowattstunde vor.

Damit soll zusätzliches Geld für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) zur Verfügung stehen. Dies würde es erlauben, die Warteliste mit über 21'000 Solar-, Wind- und Biomasse-Projekten ab 2014 abzutragen. Tritt der Gegenvorschlag in Kraft, will die SP ihre Cleantech-Initiative zurückziehen.

Mit dem Subventionsplan ist Riesen aber gar nicht einverstanden. Das Parlament schädige mit seinem Beschluss «ganz direkt die Schweizer Wirtschaft», schreibt er auf der Homepage zum Referendum. «Auf Geheiss der SP» nehme man allen Geld weg, um wenige zu subventionieren.

Für Haushalte würde durch die Erhöhung der Stromabgabe «neu auch die Stromrechnung zum Problem werden», heisst es in einer Mitteilung. So werde die Allgemeinheit künftig die KEV auch über die rasch ansteigenden Sozialhilfekosten bezahlen müssen.

Noch fehlt die breite Unterstützung

Die Referendumsfrist endet am 24. Oktober. Um die benötigten 50'000 Unterschriften zusammenzubringen, ist Riesen auf Mitstreiter angewiesen. Die ersten Unterschriften sind laut Mitteilung eingegangen. Organisationen unterstützten das Referendum aber noch nicht.

Strom aus erneuerbaren Energien wird seit Anfang 2009 mit der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) gefördert. Alle Stromkonsumenten bezahlen dafür einen Zuschlag.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

18 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Auf gut Deutsch, wir Bürger, egal wie arm, sollen die Wirtschaft weiter schmieren. Ein solch asoziales System gibt es leider nirgends mehr. Sparen, sparen, ganz auf Kosten derjenigen, die eh schon nichts mehr haben! Während Deutschland von grünem Strom als Chance spricht und die nötigen Voraussetzungen dafür schafft, auch günstig solchen Strom produzieren und verkaufen zu können, baut das schweizer Kartell weiterhin auf den Monopolisten und hohe Preise. Die Schweiz und ihr ewiges Eigenbrötlertum
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von fritz meier, zürich
      in Deutschland zahlt nur der Verbraucher die Zeche für die Energiewende,die Wirtschaft wrd von allen abgaben befreit.Von wegen es werden alle mittel in Bewegung gesetzt,entweder zahlen alle oder keiner
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von J. Nehru, Solothurn
    Nichts desto trotz bleibt seinen Meinung zu akzeptieren. Auch ich hab meine mühe damit das es Leute gibt die aktiv BIO boykottieren, FairTrade boykottieren, NGO's boykottieren, Menschenrechte & Tierrechte für einen ausgemachten Blödsinn halten und selbst Mutter Natur bekämpfen. Dagegen anzugehen wäre eine Missionierung, eine bekämfung der eigene Meinungsfreiheit.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Tom Duran, Basel
      Warum wohl? Bio ist eben nicht Bio, sondern eine Marktnische, die Milliarden umsetzt. Schon alleine die Werbung (dümmlich und naiv) verschlingt Energie. Wollen Sie wirklich was Gutes tun, dann kaufen Sie direkt beim Bauern oder bauen selber an. Alles andere ist reine Augenwischerei. Wenn ich da nur an die Schnapsidee mit den Stromsparlampen oder die Hybridfahrzeuge denke. Im Endeffekt sind solche Sachen (wie die elektrischen Handtrockner) absoluter Schwindel und reine Profitquellen! Nix mit BIO
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Marlies Artho, Schmerikon
    Wie weit wissen wir denn, ob die Solarzellen wirklich giftfrei sind und wie lange ist die Lebensdauer dieser Zellen und wie werden diese nachher entsorgt, wenn sie ausgedient haben? Was ist der Inhalt dieser Zellen? Es ist ja gut, wenn man für alternativ Energie sorgt, aber dann sollte auch die Gewissheit da sein, dass diese nicht auch schädlich sind.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Sascha Freitag, Ermatingen
      Vor allem werden die Solarzellen aus China kommen, da Europa offensichtlich seine Wirtschaft nicht vor der Pleite schützen will. Dem Chinesen ist es egal, wie giftig seine Produkte sind, hauptsache Wachstum.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Kari Huber, Surin
      Das ist alles längst geklärt. Nur weil Sie etwas nicht wissen, heisst das noch lange nicht, dass Andere es auch nicht wissen. Und zu "Freitag": Aus China kommen die Solarzellen, weil dort die seltenen Erden vorhanden sind, welche in den Solarpanels unabdingbar sind. Diese werden selbstverständlich umweltgerecht entsorgt, nur schon um eben die erwähnten seltenen Erden zu gewinnen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      K. Huber also wenn dies Andere wissen, so könnte man wenigstens auch eine breitere Erklärung abgeben. Wir wissen, dass wir eigentlich gar nichts wissen, da es noch zu früh ist, was dies für Auswirkungen später auf die nächste Generation hat, so war es leider auch mit dem Atomstrom. Man kann höchstens sagen, es ist ein Versuch, womit wieder andere Lobbyisten das sagen haben, dies ist eigentlich bei allen Entwicklungen so, irgend jemand will ja daran verdienen. Was ja verständlich ist.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von C.E.C.Yeager, Schweiz
      "Vor allem werden die Solarzellen aus China kommen, " ..genau wie ihr Handy auch. Haben sie ihre Kochpfannen aus der Migros? Dann kommen die auch aus China. ..So wie vieles sehr alltägliches auch.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    5. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      K. Huber muss noch ergänzen! Bei der Sparlampe glaubte man auch, es zu wissen, nun hat sich aber heraus gestellt, dass diese Gifte enthalten und auch schädlich sind, vor allem bei Kinder, so wie ich meine auch nervliche Störungen verursachen und Kopfschmerzen auslösen. Wieso hört man nichts mehr, wieso geht man dieser Sache nicht nach? Wir müssen ja irgend wie alle mit Gift leben und vielleicht werden die nächsten Generationen eher Immun gegen diese Gifte.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    6. Antwort von C.E.C.Yeager, Schweiz
      Marlies Artho: Ich weiss es ist nicht leicht mit der immer schneller werdenden infromationsflut fertig zu werden. Doch muss ich hier auch mal intervenieren. Photovoltaik ist eine Technologie aus den 1950er'n. Die Technologie der Kompaktleuchtstofflampe (Energiesparlampe) geht bis 1900 zurück, und die erste nutzung von Solarthermie wird um 800 - 600 vor Christus vermutet. Noch älter ist die Nutzung der Windenergie (1750 v. Ch).
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    7. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      C.E.C. Yeager Schweiz Aber ist dies nicht auch eine Frage der Gewinnung? Wie sieht es aus betreffend Giftstoffe? Diese Antwort habe ich von Ihnen nicht erhalten, denn dies würde mich auch noch interessieren, auch betreffend Sparlampe. Danke für Ihre Auskunft!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    8. Antwort von C.E.C.Yeager, Schweiz
      Marlies Artho: Ein leeres Argument. Sicher war der zu bevorzugende einsatz einer Quecksilber belasteten Leuchtstofflampe nicht sonderlich Glücklich. Giftstoffe gibt es aber viele. Mitunter sind auch in Handy's, Duftspay's, Spühlmittel, Fischen & Medikamnte ect genügend Giftstoffe. Wir sind davon förmlich umgeben. Bedeutend an der "Grünen Welle" ist allerdings die vermeidung von Giften und anderer Umweltbelastungen. Ein faktum das anderswo gerne untergraben wird.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    9. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      C.E.C. Yeager Schweiz "Exgüsi" jetzt habe ich doch noch eine Frage: was gedenkt man zu machen betreffend der Sparlampe resp. der Symptome die man bei Kinder feststellte. Hat man da schon etwas unternommen. Die Langzeitwirkung zeigt sich ja erst später. Oder, kann man da überhaupt etwas giftfreies als Ersatz nehmen. Wie ich oben schrieb, ist vielleicht die nächste Generation Immun gegen Gifte. Für die Entsorgung all dieser Solarzellen, die ausgedient haben, Ist da auch schon Überlegt worden wie?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    10. Antwort von C.E.C.Yeager, Schweiz
      Marlies Artho: Für solche und ähnliche Fragen möchte ich ihnen dringendst empfehlen, sich an ein -oder mehrere- unabhängige/s Expertenteam zu wenden. Beispiele hierfür wären die Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie (SSES), WWF, Greenpeace / Hausarzt, Kinderarzt ... Der hisige bereich für Leserkommentare -oder auch das Internet als solches- scheint mir nicht sonderlich geeignet für einen solchen Service.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen