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Energiewende Plan für die Stilllegung des AKW Mühleberg

Spätestens 2022 soll der Atomkraftwerk Mühleberg vom Netz. Das ist der Fahrplan der Berner Kantonsregierung. Mit diesem Gegenvorschlag reagiert sie auf die kantonale Volksinitiative «Mühleberg vom Netz».

Das AKW Mühleberg.
Legende: Atempause für die BKW. Das AKW Mühleberg soll nicht sofort vom Netz. Keystone

Der Kanton Bern ringt mit der Energiewende: Erst am Wochenende lehnten die Stimmberechtigten die Energievorlage «Bern erneuerbar» deutlich ab.

Auch von der sofortigen Abschaltung des AKW Mühleberg will die Regierung nichts wissen. Die Kosten für die rasche Stilllegung seien ein «gewaltiges finanzielles Risiko», sagte Energiedirektorin Barbara Egger-Jenzer.

Zwar sei der Kanton Bern Mehrheitsaktionär des Mühleberg-Betreibers BKW. Er könne aber eine Abschaltung nicht verfügen. Er müsste sie erzwingen. Weil sich die vom Kanton dafür zu beauftragenden Verwaltungsräte mit einem solchen Entscheid nicht gewinnorientiert verhielten, wäre der Kanton Bern gegenüber anderen Aktionären haftbar.
 
Schadenersatzforderungen in dreistelliger Millionenhöhe könnten dadurch auf den Kanton Bern zukommen.
 
Die Initiative «Mühleberg vom Netz» wurde im Februar 2012 von einer Gruppe von Bürgern nach der Katastrophe von Fukushima eingereicht.
 
Schon im vergangenen Oktober gab die bernische Kantonsregierung bekannt, sie werde der Initiative einen Gegenvorschlag gegenüberstellen. Nun hat sie ihn verabschiedet und schickt ihn in eine Vernehmlassung.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    Würde man wegen des finanziellen Risikos das AKW Mühleberg auch dann nicht abschalten, wenn davon ein Risiko ausginge? Oder anders ausgedrückt: wie hoch muss das Unfallrisiko sein, damit das finanzielle Risiko einer Abschaltung eingegangen wird? Inwieweit spielen bei Sicherheitsüberlegungen die Interesse der Aktionäre eine Rolle ? Wo sind die Reserven für eine Abschaltung und Entsorgung? Atomstrom wird in Zukunft noch gewaltige Kosten und Probleme verursachen!
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  • Kommentar von Benedikt Jorns, 3047 Bremgarten b. Bern
    Das Schweizervolk will keine unrealistische Energiewende. "Übergangslösungen" mit Strom aus fossilen Kraftwerken wünscht es nicht. Erst 25% unseres Energieverbrauchs läuft übers Stromnetz. Elektromobile und Wärmepumpen werden den Strombedarf weiterhin wachsen lassen. Für die schrittweise Ablösung der fossilen Brennstoffe braucht es alle drei: Energieeffizienz, erneuerbare Energie und - soweit dies nicht ausreicht - Kernkraftwerke mit der neusten Sicherheitstechnologie.
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