Engpässe bei wichtigen Impfstoffen

Babys werden meist mit Kombipräparaten geimpft. Doch einige dieser Basis-Impfstoffe sind derzeit Mangelware.

Ein Kind wird geimpft

Bildlegende: Ein schmerzvoller Stich für jahrelangen Schutz: Ein Kind in Entlebuch wird geimpft. Keystone/archiv

Bei ihrer ersten Impfung erhalten Babys meist Kombipräparate. Doch einige dieser Präparate sind aktuell nicht erhältlich. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zeigt sich besorgt und will nun mit einem Pflichtlager vorwärts machen. Doch bis dahin dürften noch zwei bis drei Jahre verstreichen.

Ein Grund dafür ist die zunehmende Impfrate, vor allem in ärmeren Ländern. Daniel Koch vom BAG spricht im «Tages-Anzeiger» und «Der Bund» von einer «an sich erfreulichen» Entwicklung.

Für die Routineimpfung wird beispielsweise das Kombipräparat Pentavac von Sanofi Pasteur MSD verwendet, das gegen Starrkrampf, Keuchhusten, Diphterie, Kinderlähmung und bakterielle Hirnhautentzündung schützt. Dieser Impfstoff ist in der Schweiz bis Ende Jahr nicht verfügbar.

«Früher wurden gelegentlich Spezialimpfstoffe knapp, etwa gegen Tollwut. Neu ist, dass nun auf einmal auch Basisimpfstoffe betroffen sind», sagt Koch. Die kommenden Jahre sei mit weiteren Engpässen zu rechnen.

Dass mehr geimpft wird, zeigen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Verglichen mit dem Jahr 2000 haben im letzten Jahr doppelt so viele Länder das Ziel erreicht, mindestens 90 Prozent der Kinder mit den üblichen Impfungen zu behandeln.