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Schweiz Erneuter Fall von sexuellem Missbrauch im Berner Oberland

Im Berner Oberland ist innerhalb eines Monats ein zweiter Fall von sexuellem Missbrauch bekannt geworden. Ein 43jähriger soll sich an 20 Kindern und Jugendlichen vergangen haben. Der Mann ist in Untersuchungshaft.

Legende: Video Schwerer Fall von Kindsmissbrauch abspielen. Laufzeit 0:59 Minuten.
Aus Tagesschau vom 12.03.2013.

Die Berner Kantonspolizei meldet erneut einen grösseren Fall von sexuellem Missbrauch im Berner Oberland. Ein 43jähriger Mann soll in den letzten 15 Jahren sexuelle Übergriffe auf rund 20 Kinder und Jugendliche begangen haben.

Alle Opfer männlich

Der 43jährige ist nicht Lehrer, aber im pädagogischen Bereich tätig, wie die Regionale Staatsanwaltschaft Berner Oberland mitteilte. Bevor seine Taten bekannt wurden, kam er in einem Dok-Film des Schweizer Fernsehens als Coach von hyperaktiven Kindern vor. Laut Staatsanwaltschaft soll er zwischen 1996 und 2012 als Betreuer an Schulen Kontakte zu Kindern geknüpft haben. Diese führte er in der Freizeit weiter, worauf es zu Übergriffen in den Wohnungen des Beschuldigten oder in gemieteten Alphütten kam. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft.

Verhaftet wurde der Mann, nachdem sich eine Mutter bei der Polizei gemeldet und erklärt hatte, ihre Kinder seien Opfer von Übergriffen geworden. In einer ersten Einvernahme gestand der Mann sexuelle Handlungen mit vier Jugendlichen. Im Verlauf der Ermittlungen konnten weitere Opfer ausfindig gemacht werden. Alle 20 sind männlich und waren beim ersten Kontakt zehn Jahre alt.

Im Februar hatte die Staatsanwaltschaft bekanntgegeben, sie verdächtige einen anderen 47jährigen Mann, 44 männliche Jugendliche sexuell genötigt und erpresst zu haben.

7 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe, Gwatt
    Namen solcher Täters sollen in den Medien erwähnt werden, wenn es eindeutige Hinweise auf die Verfehlung gibt. Diese offizielle "Vertuschung" schadet unserem Land und Volk. Denn wer sich noch an Regeln hält, wird bei uns eindeutig benachteiligt. Wir sollten uns aus diesem Grund nicht ärgern, wenn die "Jungen" keine Regeln mehr einhalten wollen und guten Leuten die Lust am Leben genommen wird. Vertrauen kann und soll nur durch jahrelange gute Führung wiedererlangt werden.
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  • Kommentar von R. Meier, Thun
    Sehr oft finden sexuelle Übergriffe von Männern auf Knaben/männliche Jugendliche statt. Trotzdem zielt die Prävention zum allergrössten Teil auf Mädchen/junge Frauen ab. Das ist nicht richtig und schon gar nicht sinnvoll, weil: Meistens waren Täter früher Opfer. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass aus den heutigen Opfern wieder Täter werden. Umso wichtiger wäre es, Knaben zu schützen.
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  • Kommentar von Keller, Bern
    Wer ist denn genau Schweizer? Muss man um Schweizer zu sein bereits schweizerische Ur-Ur-Ur-Ur-Grosseltern gehabt haben? Reicht es nicht, hier geboren worden zu sein oder über eine lange Zeit zu leben und sich mit der Mentalität und Kultur zu identifizieren? Frau Zelger, ihr Gedankengut ist sehr gefährlich und bedenklich und grenzt an Rassismus.
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    1. Antwort von M.A. Jinnah, Bern
      Frage ich mich auch oft. Tatsache ist dass es den Eingebohrenen oder *Helvetischen Inuit* eigentlich nicht gibt! Die Abstammung der Schweizer basiert auf "Einwanderern" wie den Germanen, Römern, Galliern, Kelten und vielen weiteren Kulturen.
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