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Schweiz Ethos: «Abzocker-Initiative wird umgangen»

Die Anlagestiftung Ethos übt Kritik an der Umsetzung der «Abzocker-Initiative». Die Boni für Manager würden nicht an deren Leistung gekoppelt.

Abstimmungsplakate gegen die «Abzocker-Initiative»
Legende: Trotz Nein-Kampagne: Das Volk hatte die Abzocker-Initiative im März 2013 mit grosser Mehrheit angenommen. Keystone

Die Anlagestiftung Ethos übt Kritik an der Umsetzung der «Abzocker-Initiative» bei den börsenkotierten Schweizer Unternehmen. Die Höhe der Boni würde oft festgelegt, bevor das Jahresresultat bekannt sei, schreibt Ethos in einer Mitteilung. Die Praxis komme einem Blanko-Check für das Management gleich und entspreche nicht dem Geist der Initiative.

Eine Studie, die Ethos vorstellte, kommt zum Schluss, dass 2015 nur gerade 28 Prozent der Unternehmen am Ende des Geschäftsjahrs über die variable Vergütung der Geschäftsleitung abstimmen liessen.

Grundsätzlich ist dieses Vorgehen jedoch zulässig. Die Verordnung gegen übermässige Vergütungen überlässt die Abstimmungsmodalitäten bezüglich Vergütungen den Unternehmen. Ethos unterstützt deshalb die Revision des Obligationenrechts, die Vorababstimmungen über Boni unterbinden würden.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Das Umgehen von Regulierungen und Vorschriften hat eine lange Tradition und wird immer noch weiter kultiviert. Beachtet nur mal wie es auf anderen Gebieten läuft. - Gesetzte sind dazu da, umgangen zu werden, damit diese nicht eingehalten werden müssen. (vergl. aktuell zB. VW-Abgase-Test's)
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  • Kommentar von Niklaus Bächler (parteilos!!)
    Th.Minder, unser guter Robin Hood der Neider & Besitzlosen muss wohl zurück in seinen «Sherwood-Forest» & erkennen, dass er einen Papyrus-Sieg errungen hatte.Viel Rauch um Nichts! Auch wenn es ethisch verwerflich ist,die Konzerne scheren sich einen Deut um diese Abzockerinitative! Minder muss mit anschauen, dass sich sein Sieg als nutzlos erwies. Dafür darf er jetzt im Ständerat Vorstösse zur Ehrengarde bei Staatsempfängen einreichen & sich gut fühlen! Schöne, nutzlose Bemühungen des Parlaments!
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  • Kommentar von Kim Hansson (Freddy Tobler)
    Wie üblich dient die Politik nicht dem Volk sondern der Wirtschaft. Angenommene Abstimmungen welche nicht dem Wirtschaftswachstum & der superreichen Elite dienen werden durchlöchert bis zur unkenntlichkeit. Alpenschutz , 2Wohnung, MEI, etc.Und diese Politiker bekommen noch Lohn von unseren Steuergeldern, perverse Demokratie. Ein System welches die Politik dazu drängt ewig zu wachsen um die Zinsen im Schuldgeldsystem zu berappen. Kapitalismus führt zur Herrschaft Weniger über Viele.
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