Explosion in Gerlafinger Stahlwerk

Kurz nach vier Uhr morgens hat es im solothurnischen Gerlafingen laut geknallt. Schlackensteine wurden durch die Luft geschleudert, über dem Stahlwerk Gerlafingen stieg Rauch auf. Verletzt wurde dabei niemand. Allerdings gingen von Anwohnern Schadensmeldungen ein.

Ein Mitarbeiter der Stahl Gerlafingen AG arbeitet in der Produktionshalle des Stahlwerks in Gerlafingen im Kanton Solothurn. (keystone)

Bildlegende: Jährlich fällt in der Schweiz etwa eine Million Tonnen Schrott an. Vieles davon wird in Gerlafingen verarbeitet. Keystone

Am frühen Morgen hat ein lauter Knall die Einwohner im solothurnischen Gerlafingen aus dem Bett geschreckt. Nach dem explosionsartigen Krach stieg über dem Firmengelände der Stahl Gerlafingen AG Rauch auf. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Erste Erkenntnisse zeigen: In dem Stahlwerk hatten sich Wasser und 600 Grad heisse Schlacke vermischt. Durch diese sogenannte Verpuffung wurden mehrere Schlackensteine bis in die angrenzenden Wohnquartiere der Gemeinden Gerlafingen und Biberist geschleudert.

Bei der Kantonspolizei gingen vereinzelte Schadensmeldungen von Anwohnern ein.

Die Mediensprecherin des Stahlwerks sagte, es werde vermutet, der hohe Grundwasserspiegel sei Ursache für den Zwischenfall. Das Wasser sei von unten her in die Schlackengrube eingedrungen und habe so die Verpuffung ausgelöst.