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Legende: Video Exporte nach China nehmen zu abspielen. Laufzeit 01:37 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.01.2017.
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Schweizer Aussenhandel Exporte nach China im Aufwind

Beim Staatsbesuch des chinesischen Staatschefs Xi Jinping in der Schweiz steht das Thema Freihandel gross auf der Agenda. Das Abkommen verspricht den Abbau der Zölle für Import und Export mit China. Es gibt aber auch kritische Stimmen: Das Abkommen erfülle die hohen Erwartungen nicht. Eine Bilanz.

  • Seit 2014 ist ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China in Kraft.
  • Die Exporte nach China haben sich überdurchschnittlich gut entwickelt – auf über 9 Milliarden Franken im letzten Jahr.
  • Anfängliche Startschwierigkeiten wurden mittlerweile behoben.

Für Schweizer Waren – Nahrungsmittel, Maschinen, Uhren oder Pharmaprodukte – stellt China einen riesigen potenziellen Absatzmarkt dar. Dazu sollen Schweizer Firmen dank eines Freihandelsabkommens leichteren Zugang haben. Das Abkommen ist seit Mitte 2014 in Kraft, seither wurden jedoch viele Erwartungen enttäuscht.

Kontrollen vereinfacht

Für Seco-Chefunterhändler Christian Etter, der das Abkommen ausgehandelt hat, sind die anfänglichen Probleme bei der Umsetzung aber nur Kinderkrankheiten. «Vor allem bei Exporten aus der Schweiz, die über Seehäfen in einem EU-Land versandt wurden, hat die chinesische Zollbehörde anfänglich zusätzliche Nachweise verlangt», sagt Etter.

«Sie wollte sich vergewissern, dass in einem Container mit Schweizer Produkten nicht auch EU-Produkte beigeladen sind, die dann nicht vom Abkommen profitiert hätten.» Mittlerweile seien diese Nachweisverfahren jedoch vereinfacht worden, so Etter weiter.

Zölle werden weiter abgebaut

Laut dem Bund haben sich die Exporte nach China gar überdurchschnittlich gut entwickelt – auf über 9 Milliarden Franken im letzten Jahr, die Zahlen gehen bis November. Der Zuwachs blieb sogar leicht positiv, als die Exporte insgesamt ins Minus rutschten.

Für Thomas Schweizer, Sekretär der Handelskammer Schweiz-China in Shanghai, hat sich durch das Abkommen auch die Rechtssicherheit vor Ort verbessert. «Mir sind keine Beispiele bekannt, wo man von ‹über den Tisch ziehen› sprechen kann», so Schweizer. «China ist heute, was den Handel anbelangt, extrem professionell unterwegs.»

Die chinesischen Zölle auf Schweizer Waren werden stufenweise weiter abgebaut. Der Export nach China dürfte dadurch weiter zunehmen.

Legende: Video Freihandelsabkommen lässt Kassen klingeln abspielen. Laufzeit 01:51 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.01.2017.
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16 Kommentare

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  • Kommentar von Lucas Kunz  (L'art pour l'art)
    Die Zahlen tönen schön ... Aber es hiess vor etwa 2 Jahren auf SRF, dass die CH den Export von Milchprodukten nach China schwer subventioniere ...
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  • Kommentar von Achim Frill  (Afri)
    Gut für die Schweizer Wirtschaft. Gut gegen die übermässige Abhängigkeit von der EU. Gut für unseren Tourismus. Gut für die Chinesen, denn mit Schweizer Waren halten sie zur Abwechslung auch mal ungiftige Güter in den Fingern. Schlecht für die Umwelt.
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  • Kommentar von Harald Buchmann  (Harald_Buchmann)
    Natürlich steigen auch Importe, wovon wieder unsere Händler profitieren. Aber keiner der Schweizer Markenqualität will, wird chinesische Massenware kaufen, das sind verschiedene Zielgruppen. Dieser Handel ist nur positiv für beide Volkswirtschaften.
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