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Freelancer springen ab
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 13.04.2021.
abspielen. Laufzeit 07:12 Minuten.
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Fachkräftemangel wegen Corona Den Eventfirmen läuft das Personal davon

Weil die Aufträge und somit die Perspektiven fehlen, satteln viele Lichttechniker oder Tontechnikerinnen um.

Gurtenfestival, Openair St. Gallen, Greenfield oder Paléo: Wegen fehlender Planungssicherheit wurden auch für diesen Sommer zahlreiche Festivals abgesagt. Ab wann in der Schweiz wieder grosse Festivals durchgeführt werden können, ist unklar.

Schon jetzt zeichnet sich aber ab, dass die Eventfirmen mit Personalengpässen zu kämpfen haben werden, wenn es wieder grosse Musikfestivals geben wird. Viele Eventtechniker- und technikerinnen wechseln derzeit die Branche.

Die Abwanderung des Personals spürt auch die Firma Live Sound in Schüpfen im Kanton Bern. Sie gehört zu den grösseren Schweizer Unternehmen im Bereich Eventtechnik.

Viele Freelancer sind gezwungen, sich eine Festanstellung zu suchen.
Autor: Thomas GfellerGeschäftsführer Live Sound

Zu den neun Festangestellten bei Live Sound kommt ein Pool von 70 Freelancern. Viele der Freelancer seien jetzt gezwungen, eine feste Stelle zu suchen, sagt Thomas Gfeller, Geschäftsführer von Live Sound. «Das sind keine Hochverdiener. Mit 80 Prozent aus der Kurzarbeit reicht es nicht ewig.»

Tontechniker hinter dem Mischpult.
Legende: Die Dienste der Tontechniker sind momentan selten bis nie gefragt. zvg

Festanstellungen im Bereich Eventtechnik gibt es momentan kaum. Die freischaffenden Technikerinnen und Techniker wechseln häufig zurück in ihren angestammten Beruf. Manche satteln auch gleich komplett um. Ein ehemaliger Tontechniker von Thomas Gfeller ist seit kurzem Buschauffeur.

Fachkräfte werden fehlen

Dass sich in der Eventbranche ein Fachkräftemangel abzeichnet, bestätigt auch Christoph Bill. Er ist Präsident des Veranstalterverbandes SMPA. «Nach einem Jahr auf 80 Prozent und ohne Perspektive sagt sich der eine oder andere, er müsse auf Nummer Sicher gehen und die Branche verlassen.»

Diese Abwanderung werde nach der Pandemie zu einer schwierigen Situation führen, so Bill. Sobald grosse Veranstaltungen wieder möglich sind, werden viele Events nachgeholt, gleichzeitig werden neue Anlässe geplant. «Wenn es wieder losgeht, haben wir wahrscheinlich nicht mehr genügend Personal», sagt Christoph Bill.

SRF 1, Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 13.04.2021, 06.00 Uhr;

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17 Kommentare

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  • Kommentar von René Svhönauer  (RSch)
    Kommen wohl 2 Probleme zusammen: Künstler und Tontechniker usw., "von der Hand in den Mund", arbeiten fürs "Herz", Einkommen als Nebenbeschäftigung ( steuerfrei?), ungenügende Sozialversicherung, arbeitsrechlich unvenügend organisiert...Dann Eventagenturen nützen mit Preisdruck die Situation gnadenlos aus. Wichtigste Covid Lehre: Künstler schaut für einen angemessenen Sozialschutz, auch unkreativ: organisiert Euch, nicht mehr aĺles bieten lassen!
  • Kommentar von Hanspeter Flueckiger  (Hpf)
    Scheint eine aussterbende Spezies zu werden. Ist halt so. Es geht nun schon ein gutes Jahr ohne dieses Unterhaltungs-Blabla.
    1. Antwort von Michael Mauerhofer  (mmhofer)
      Herr Flückiger. Danke für ihre differenzierte Analyse !!
    2. Antwort von André Hintermann  (André Samuel Hintermann)
      Ja, bünzlig-freudlose Zuhause-Sitzer kommen wohl gut damit zurecht. Viele Leute vermissen aber den Live Sound und das einzigsrtige Ambiente der Open Airs!
  • Kommentar von Andy Gasser  (agasser)
    Sind Fachkräfte rar, steigen die Löhne. Diese sind ja anscheinend tief. Somit für die Arbeiter in diesem Feld eine gute Nachricht.
    1. Antwort von Lukas Gubser  (Mastplast)
      Dies ist ein weit verbreiteter Mythos, es werden dank der unfähigen Politik in der Schweiz die dies eigentlich unterbinden sollte eifach billige Ausländer gehohlt.
      Die Löhne sinken sogar.