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Schweiz Fahrende dürfen vorerst in Nidau bleiben

Die Fahrenden können bis Anfang Mai ihre Wohnwagen auf dem ehemaligen Expo-Gelände in Biel-Nidau stehen lassen. Die Behörden und die Fahrenden haben sich darauf geeinigt.

Legende: Video Fahrende können in vorübergehend in Nidau bleiben abspielen. Laufzeit 2:20 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 28.04.2014.

Die Parteien haben sich geeinigt, dass die Fahrenden vorerst bis am 5. Mai auf dem Expo-Gelände bleiben können. Die Behörden wollen den Fahrenden Gelegenheit für eine Verschnaufpause geben, sagte die Nidauer Stadtpräsidentin Sandra Hess vor den Medien. Der Vertreter der Fahrenden zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis.

Die Jenischen sind seit dem Wochenende mit rund 70 Wagen auf dem Platz in der Nähe des Bielersees. Der Platz ist auf dem Boden der beiden Städte Biel und Nidau. Das Gelände gehört der Stadt Biel.

Die Behörden von Biel und Nidau «anerkennen die Schwierigkeiten der Gemeinschaft der Schweizer Jenischen, geeignete Standplätze zu finden», wie sie in einem Communiqué betonen. In diesem Sinn nahmen sie nach eigenen Angaben Kontakt mit dem bernischen Regierungspräsidenten Christoph Neuhaus auf. Dieser solle sich mit den Jenischen so rasch als möglich treffen und eine kurzfristige Lösung finden, «bis eine langfristige Lösung der Problematik vorliegt». Die Städte Biel und Nidau erwarten vom Kanton, dass dieser sich entschieden für die Lösung des Problems einsetze, das er in einem Bericht von 2005 förmlich anerkannt habe.

Die Jenischen protestieren gegen den Mangel an Stand- und Durchgangsplätzen für Fahrende in der Schweiz. Der Protest begann am vergangenen Dienstag, als sie sich auf der Kleinen Allmend in Bern einrichteten. Am Donnerstag wurde das Protestcamp von der Polizei geräumt, damit am Freitag die BEA-Ausstellung ihre Tore öffnen konnte.

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21 Kommentare

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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Wenn es eine seriöse Diskussion in der Öffentlichkeit über die realen Probleme von und mit Fahrenden gibt (und die gibt es momentan nicht), dann wird es auch Lösungen geben. Bis dahin bleibt es beim Gutmenschenpallaver.
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  • Kommentar von Barbaplan Barbüda, Scuol
    @Anor Anna Bern Weiss nicht ob SRF Ihnen meine E Mail Adresse bekannt gibt. Literatur über Graubünden finden Sie in jeder besseren Buchhandlung und vor allem UNI Zürich Bibliiothek Predigerplatz. Viel Freude beim lesen über uns Bündner die eigentlich nie richtig zur CH gehören wollte.Marignano ist das Stichwort. Arbeitslosigkeit das andere, vor allem für einige Täler wie Engadin Val Müstair,Misox und andere Randegionen. Giacometti lässt grüssen, die vielen Zuckerbäcker auch aus I,GB D,USA
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  • Kommentar von U.Imboden, Bern
    Weis jemand ob die Jenischen in der Schweiz überhaupt Steuern zahlen und wenn ja wo sind sie gemeldet ? Denn ansonsten finde ich dieses BG Urteil eine ziemliche Anmaßung gegenüber den Kantonen und Gemeinden...
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