Fair-Food-Initiative eingereicht

Die Grünen haben bei der Bundeskanzlei in Bern ihre Fair-Food-Initiative eingereicht. Das Volksbegehren will die hohen Schweizer Lebensmittelstandards schützen und fordert ökologische und soziale Standards für Importprodukte. Über 105'000 Unterschriften sind zusammengekommen.

Mehrere Personen mit Unterschriftensammlung

Bildlegende: «Umweltfreundlich und fair hergestellte Lebensmittel» – dies wollen die Initianten mit ihrem Volksbegehren erreichen. Keystone

Die Grünen fordern in ihrer Fair-Food-Initiative eine naturnahe, umwelt- und tierfreundliche Landwirtschaft mit angemessenen Arbeitsbedignungen. Heute konnten sie die gesammelten Unterschriften bei der Bundeskanzlei deponieren.

Gesammelt wurden gemäss Angaben der Partei 123'802 Unterschriften, eingereicht wurden gültige 105'631 Unterschriften. Das Volksbegehren wird von den Trägerorganisationen Schweizer Tierschutz, der Kleinbauernvereinigung, Swissaid und KAGfreiland unterstützt.

Nicht die einzige Ernährungs-Initiative

Die Fair-Food-Initiative sei in der Schweiz die einzige konkrete Antwort auf die neuen Freihandelsabkommen mit den USA, schreiben die Grünen in einer Mitteilung.

2014 waren zwei weitere Initiativen lanciert worden, die sich mit den Themen Ernährung und der Landwirtschaft befassen. Der Schweizerische Bauernverband hat seine Ernährungsinitiative ebenfalls schon eingereicht. Sie ist eine Reaktion auf die Agrarpolitik 2014-2017. Der Bundesrat lehnt das Volksbegehren ab.

Von der Bauerngewerkschaft Uniterre wurde die Initiative «Für Ernährungssouveränität. Die Landwirtschaft betrifft uns alle» auf den Weg gebracht. Diese verlangt unter anderem, die einheimische bäuerliche Landwirtschaft zu fördern und auf eine Versorgung mit überwiegend einheimischen Lebens- und Futtermitteln zu achten.