Fall Schumacher: Rega reicht Strafanzeige ein

Die Rega hat Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Sie will mit diesem Schritt Klarheit zu Angaben schaffen, die in einer französischen Zeitung im Zusammenhang mit dem Diebstahl von Patientendaten verbreitet worden sind. Gegenüber «10vor10» hatte die Rega diesen Schritt bereits angekündigt.

Rega-Helikopter

Bildlegende: Ist die Krankenakte von Schumacher von einem Mitarbeiter eines Helikopterunternehmens entwendet worden? Keystone

Gestern schrieb die französische Zeitung «Dauphiné Libéré», eine Krankenakte von Michael Schumacher sei kürzlich einigen Medien angeboten worden. Die Informationen seien vom Computer einer «wichtigen Helikopterfirma mit Sitz in Zürich» aus verschickt worden. Damit ist die Rega ins Zentrum der Spekulationen gekommen.

Wie die Rega gestern mitteilte hatte sie für die Verlegung des Patienten von Grenoble nach Lausanne medizinische Abklärungen getroffen und den Transport per Ambulanz organisiert. Im Rahmen dieser Abklärungen war der Rega vom Spital in Grenoble ein medizinischer Bericht zur Verfügung gestellt worden.

Flucht nach vorne

Der Rega liegt kein Hinweis auf ein fehlbares Verhalten von Mitarbeitenden vor, weshalb sie derzeit davon ausgeht, dass keine Patientenrechte verletzt und das Arztgeheimnis gewahrt wurden. Ebenso hat die Rega keine Kenntnis von laufenden Ermittlungen oder Verfahren von Behörden.

Um umfassende Klarheit in dieser Angelegenheit zu schaffen, hat die Rega heute Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Zürcher Staatsanwaltschaft eingereicht. Die Rega tritt somit die Flucht nach vorne an. Die Behörden sollen schnellstmöglich herausfinden, wer der Schuldige ist, wie die Rega gegenüber Radio SRF mitteilt.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Fall Schumacher: Rega prüft Anzeige gegen Unbekannt

    Aus 10vor10 vom 7.7.2014

    Vor zwei Wochen wurde bekannt, dass Michael Schumachers Krankenakte Journalisten zum Kauf angeboten wurden. Nun beschuldigt eine französische Zeitung ein Zürcher Helikopter-Unternehmen, die Daten herausgegeben zu haben. Im Fokus stehen der TCS und die Rega. Gegenüber «10vor10» nimmt die Rega erstmals Stellung zu den Vorwürfen.