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Schweiz Fast 40'000 Asylgesuche im Jahr 2015

In der Schweiz sind im vergangenen Jahr knapp 40'000 Asylgesuche eingereicht worden – das entspricht drei Prozent sämtlicher in Europa gestellter Gesuche. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) rechnet auch fürs laufende Jahr mit hohen Gesuchszahlen.

Legende: Video Zahl der Asylgesuche steigt an abspielen. Laufzeit 1:05 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 28.01.2016.

Insgesamt haben in der Schweiz im Jahr 2015 39'523 Menschen ein Asylgesuch gestellt. Dies sind knapp 15'800 mehr als im Vorjahr, wie das Staatsekretariat für Migration (SEM) mitteilt. Grund für den Anstieg seien die Konflikte in Syrien, im Irak und in Afrika.

Dennoch sei die Zunahme der Gesuche im Vergleich mit Europa moderat, so das SEM. In der Schweiz wurden drei Prozent aller in Europa eingereichten Gesuche gestellt. Im Vorjahr waren es noch 3,8 Prozent. Laut SEM ist die Schweiz somit kein primäres Ziel von Menschen, die über die Balkan-Route nach Europa kommen. Insgesamt baten in ganz Europa 1,4 Millionen Menschen um Asyl – allein im Jahr 2015.

Das SEM rechnet auch für das laufende Jahr mit «anhaltend hohen Asylgesuchseingängen». Eine verlässliche Prognose sei angesichts «der vielen, sich rasch verändernden externen Faktoren» aber nicht möglich.

Eritreer stellten die meisten Gesuche

Wichtigstes Herkunftsland der Asylsuchenden in der Schweiz ist Eritrea. 9966 Personen aus dem ostafrikanischen Land reichten 2015 ein Asylgesuch ein, 3043 mehr als 2014. Im vergangenen Jahr erhöhte sich die Zahl der Eritreer und Eritreerinnen, die über das Mittelmeer nach Italien gelangten, gegenüber 2014 um 15 Prozent.

Zweitwichtigstes Herkunftsland ist Afghanistan mit 7831 Gesuchen. Danach folgen Syrien (4745 Gesuche) und Irak (2388 Gesuche). Dass die Zahl der Asylgesuche von Menschen aus diesen Ländern gestiegen ist, hat einen Zusammenhang mit der verstärkten Nutzung der Balkanroute. An fünfter Stelle steht Sri Lanka mit 1878 Gesuchen.

Weniger Ausländer zugewandert

2015 wanderten 150'459 Ausländer in die Schweiz ein, 1,1 Prozent weniger als 2014. Gleichzeitig wanderten mehr aus als im Vorjahr: 73'444 (+6,1 Prozent). Damit sind netto 9,4 Prozent weniger Ausländer in die Schweiz eingewandert als 2014. Insgesamt lebten Ende 2015 1'993916 Ausländer in der Schweiz, mehr als zwei Drittel davon aus EU-Staaten.

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49 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Suter (glaubenstreu)
    40'000 Menschen, die in ihren Heimatländer fehlen für den Wiederaufbau. Das ist doch keine Lösung wenn jeder dem es nicht passt zu arbeiten, Militärdienst zu leisten und mit zu helfen, dass der Staat seine aufgaben erfüllen, davon läuft in einen anderen Staat und auf Kosten dessen Einwohner, sich an den Honigtöpfen zu laben. Mit unserer Willkommens Kultur, schaffen wir neues Unrecht gegen unsere eigene Bevölkerung, denn diese muss die Flüchtlingslasten tragen!
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    1. Antwort von Rolf Bolliger (robo)
      Genau diese Fakten ist die Realität und der Grund der aufkommender Miss-Stimmung über und zur laufenden und nicht mehr endenden Völkerwanderung (von meist jungen Männern!)! Was Herr Suter schreibt, denken immer mehr arbeitende und steuerzahlende Bürger(innen) im Land! Die meisten getrauen sich leider nicht, in einem Medienforum mit dem eigenen Namen dazu zu stehen! Sie machen lieber die Faust im Sack oder klicken mit der "Maus" einfach "den Daumen nach oben an"!
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Das entspricht der Groesse der Stadt Thun 2014, mit 43'303 Einwohnern.. und wie weiter in 20 Jahren moechte ich sehen wie die CH aussieht..
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  • Kommentar von Peach Meier (Peach Meier)
    Die sollen nicht damit rechnen, sonder das verhindern! Wir Schweizer wollen das nicht, und der Bund und die Aemter haben das umzusetzen.
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