FCB und Greenpeace versöhnen sich

Greenpeace und der FC Basel haben sich ausgesprochen. Auf Vorschlag des FCB spenden die Umwelt-Schützer als Akt der Wiedergutmachung einen namhaften Geldbetrag an ein Kinderheim in Rumänien. Die Greenpeace-Protestaktion an einem FCB-Champions League-Spiel hatte dem FCB eine Busse eingebracht.

Transparent bei FCB-Spiel.

Bildlegende: Das Transparent sorgte für Aufsehen. Protestiert wurde gegen Schalke- und den Champions League-Sponsor Gazprom. Keystone

Die Wogen wurden geglättet. Greenpeace und der FC Basel haben sich auf eine Benefiz-Aktion geeinigt, um ihren Zwist nach der Protestaktion beim Champions-League-Spiel des FC Basel vom 1. Oktober beizulegen.

Der FCB war in Folge der Greenpeace-Aktion von der Uefa zu einer Geldbusse von 30'000 Euro verurteilt worden. Die Uefa machte den FCB als Veranstalter des Spiels für die Protestaktion der Umweltschutzorganisation verantwortlich. Mehr als ein Dutzend Personen hatten sich unrechtmässigen Zutritt auf das Stadiondach verschafft. Von dort wurde ein überdimensionales Transparent aufgehängt.

Dass Greenpeace mit seiner Aktion – die gegen den russischen Energiegiganten Gazprom gerichtet war – dem FCB beträchtlichen Schaden zugefügt habe, bedauern die Umweltschützer, wie es in der Mitteilung hiess.

FC Basel zahlt Busse selbst

Jetzt spendet Greenpeace einen namhaften Geldbetrag an ein Kinderheim in Rumänien. Im Gegenzug bezahlt der FCB die Uefa-Busse selbst, hält aber die Anklage des Hausfriedensbruchs gegen Greenpeace aufrecht. Zudem hat der FCB als Folge dieses Ereignisses seine Sicherheitsvorkehrungen angepasst.

Über weitere Details der Vereinbarung, namentlich auch die Höhe der Summe, die Greenpeace spendet, haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Aktivisten erzwingen Spielunterbrechung

    Aus Tagesschau vom 2.10.2013

    Greenpeace-Aktivisten liessen sich zu Beginn der Partie Basel gegen Schalke vom Dach des St. Jakob-Parks abseilen und sorgten in der Champions League für eine Spielunterbrechung. Sie protestierten gegen Gasbohrungen in der Arktis, die UEFA-Sponsor Gazprom betreibt. Die UEFA erwägt nun eine Strafmassnahme.