FDP fordert S-Bahnnetz für die ganze Schweiz

Die FDP will einen massiven Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Richtgrösse für 2040 ist der Viertelstundentakt auf dem gesamten Bahnnetz. Aber auch beim Strassenverkehr wollen die Liberalen den Hebel ansetzen.

Die FDP hat die Verkehrszukunft der Schweiz entwickelt. Das Credo der Parteistrategen: Mehr Schienen und Strassen braucht das Land.

S-Bahn der SBB.

Bildlegende: Die FDP fordert den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur mit Blick auf die nächsten Jahrzehnte. Keystone

Heute würden die Fahrzeiten im Bahnverkehr mit teurer «Pflästerlipolitik» um wenige Minuten reduziert. Nötig wäre aber ein grundlegender Ausbau des Netzes in den nächsten Jahrzehnten. In einem Positionspapier skizziert die FDP die Verkehrsinfrastruktur für eine Schweiz mit 8 Millionen Einwohnern.

Konkret verlangt die Partei bis 2016 Pläne für Neubaustrecken zwischen Mattstetten (BE) und Zürich sowie bei Genf. Andere Strecken sollen so angepasst werden, dass auf der Ost-West-Achse durchgehend 160 bis 180 km/h gefahren werden kann.

Verursacherprinzip stärken

Wie viel die Vision der FDP kostet, beziffert die Partei nicht. Um dies zu berappen, sollen die Zugfahrer mehr zahlen.

Einen Fonds nach dem Muster des Bahninfrastrukturfonds (BIF) befürwortet die FDP auch für die Strasse. Im Strassenverkehr gelte grundsätzlich das Verursacherprinzip. «Mobility Pricing» für Strasse und Bahn seien kein Tabu mehr.

Video «FDP-Präsident Philipp Müller zur Verkehrsinfrastruktur.» abspielen

FDP-Präsident Philipp Müller zur Verkehrsinfrastruktur.

1:21 min, vom 15.1.2013