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FDP-Präsidentin Gössi «Bollwerk gegen Verhinderer, Abschotter und Umverteiler»

Legende: Video «Ich will die SP überholen!» abspielen. Laufzeit 0:17 Minuten.
Vom 24.03.2018.
  • Die 42-jährige Schwyzerin Petra Gössi bleibt zwei weitere Jahre Präsidentin der FDP.
  • Die Delegierten bestätigten sie in Zug in ihrem Amt.
  • In ihrer Rede bekräftigte Gössi ihr Ziel, bei den Wahlen 2019 die SP als zweitstärkste Partei zu überholen.
  • Die Partei fasste Nein-Parolen zum Geldspiel-Gesetz und zur Vollgeld-Initiative.
Gössi
Legende: Petra Gössi wurde von den Delegierten für zwei weitere Jahre im Amt als FDP-Präsidentin bestätigt. Keystone

Die FDP sei das Bollwerk gegen alle Verhinderer, Abschotter und Umverteiler, rief Gössi in Zug ihren Parteifreunden zu. Für das Wahljahr 2019 bekräftigte sie ihr Ziel, weiter an Wähleranteil zuzulegen.

Wir müssen nicht allen gefallen. Ich will nicht 100 Prozent. Aber ich will die SP überholen.
Autor: Petra Gössi

Die SP ziehe sich in die Städte zurück, die SVP aufs Land. «Wir aber sind die einzige Partei, die sich für alle Menschen in allen Regionen einsetzt.»

Bereits aus den letzten Wahlen im Jahr 2015 war die FDP gestärkt hervorgegangen. Sie legte 1,3 Prozent auf 16,4 Prozent zu. Damit landete sie aber noch hinter der SP mit 18,8 Prozent.

Parolenfassung: Nein zu Geldspielgesetz und Vollgeld-Initiative

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Parolenfassung: Nein zu Geldspielgesetz und Vollgeld-Initiative

Für Abstimmungen am 10. Juni haben die FDP-Delegierten zweimal die Nein-Parole gefasst.

  • Das neue Geldspielgesetz wird mit 202 gegen 80 Stimmen abgelehnt. Es sieht vor, dass Schweizer Casinos künftig Geldspiele im Internet anbieten dürfen, ausländische Online-Casinos aber gesperrt werden. In den Augen der Gegner wäre dies ein Angriff auf die Internetfreiheit.
  • Einigkeit herrschte unter den Delegierten bei der Vollgeldinitiative. Diese wird mit nur einer Ja-Stimme bei zehn Enthaltungen überdeutlich abgelehnt. Sie verlangt, dass nur noch die Nationalbank Buchgeld schaffen darf, Geschäftsbanken aber nicht mehr. Die FDP wähle andere Wege, um die Finanzmarktstabilität zu verbessern, etwa die «Too big to fail»-Regelung mit der Stärkung des Eigenkapitals, sagte Fraktionspräsident Beat Walti.

Aufruf zu mehr Engagement freisinniger Frauen

Ebenfalls diskussionslos für eine weitere Amtsdauer gewählt wurden in Zug alle Vizepräsidenten: Nationalrat Christian Lüscher (GE), Nationalrat Philippe Nantermod (VS), Nationalrat Christian Wasserfallen (BE), Regierungsrat Christian Vitta (TI) sowie der erste Vizepräsident Ständerat Andrea Caroni (AR).

Dass das Vizepräsidium erneut ein reines Männergremium ist, erntete unter den Delegierten einzelne kritische Bemerkungen. Gössi motivierte daraufhin die Frauen, sich für die Partei und die kommenden Wahlen zu engagieren.

61 Kommentare

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  • Kommentar von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
    "...gegen Umverteiler" - auch hier spielt wieder die Rhetorik des Aengsteschürens. Umverteilen kann ich nur, was schon hier ist. Das Wort "umverteilen" weckt aber die Angst, etwas zu verlieren, was ich schon habe. - Auch die FDP sollte sich endlich dessen bewusst werden, dass der soziale Frieden das letzte Kapital der CH ist. Der aber ist abhängig von ökonomischen Rahmenbedingungen für die Mehrheit. Ohne inskünftigen Teilverzicht der Oberschicht ist das nicht zu erreichen.
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Die "Freiheit" der FDP geht auf Kosten der Gleichheit. Ohne Gleichheit verkommt die "Freiheit" des steuerfreien Erbgeldadels zur "Freiheit", mit Knebelvertraegen die Mitbuerger in Erbschuldsklaverei zu nehmen. Die wichtigste Errungenschaft der franzoesichen Revolution war die Gleichheit, ohne die Freiheit und Bruederlichkeit zur Farce verkommen....
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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Die FDP ist für Atomenergie. Diese sind nur für Schäden bis 1'000'000'000 CHF (1 Mrd) versichert. Müssten sie sich voll versichern, würde ne Kilowattstunde 4.5 CHF kosten statt 0.20 CHF. DAS nenne ich Umverteilung! Von SteuerzahlerInnen zu den Kraftwerken!
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    1. Antwort von Dölf Meier (Meier Dölf)
      Im Zug sehe ich Alle mit Smartphones, dazu benötigt es Sender. Autos sollen elektrisch betrieben werden und Menschen soweit es geht mit Roboter ersetzt werden. Die vollständige Überwachung der Menschen mit Chips ist vorgesehen und alles braucht Strom! Der Kollaps wird folgen.
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    2. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      Auch andere Versicherungen sind in erster Linie Aktionaersueberfetter auf dem Puckel der Reserven fuer Massengrossschaeden. Gibts mal einen Massengrossschaden werden die Geschaedigten mit lobierter Politik und Juxtiz hoechstens bealmost, statt voll entschaedigt, und je laenger je mehr ans Sozialamt abgeschoben, wenn sie trotz Medidopingdauerkeule in der Zwangsvollzeitpraesenz die Schraube machen....
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