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Burkhalter-Nachfolge FDP Waadt schickt Isabelle Moret ins Rennen

Die 46-jährige Nationalrätin ist die einzige Frau, die als Kandidatin für den Bundesrat antritt.

Legende: Video Moret soll in den Bundesrat abspielen. Laufzeit 2:02 Minuten.
Aus Tagesschau vom 10.08.2017.
  • Die Waadtländer FDP nominiert Isabelle Moret als Nachfolgerin für den scheidenden Bundesrat Didier Burkhalter.
  • Sie ist die einzige Frau unter den Kandidaten. Ihre Kontrahenten sind Pierre Maudet (GE) und Ignazio Cassis (TI).

Die 46-jährige Waadtländer Nationalrätin Isabelle Moret soll die Nachfolgerin vom zurücktretenden Bundesrat Didier Burkhalter werden. Das hat der Parteivorstand der FDP Waadt entschieden.

Legende: Video Die Einschätzung von SRF-Bundeshauskorrespondentin Nathalie Christen abspielen. Laufzeit 1:56 Minuten.
Aus Tagesschau vom 10.08.2017.

Ebenfalls Interesse angemeldet hatten im Vorfeld die Waadtländer Staatsrätin Jacqueline de Quattro und der Waadtländer Ständerat Olivier Français.

Moret, die Liberal-progressive

Die 46-jährige Moret sitzt seit 2006 für die FDP Waadt im Nationalrat. Sie ist Mitglied der staatspolitischen Kommission und der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit. Seit 2016 präsidiert sie den Spitalverband H+. Zudem war sie von 2006 bis 2016 Vizepräsidentin der FDP Schweiz.

Moret hat zwar keine Exekutiverfahrung, war aber Mitglied der Geschäftsprüfungsdelegation, welche die Protokolle des Bundesrats einsehen kann. Ihre politische Ausrichtung bezeichnet sie als liberal-progressiv.

In Fragen von Wirtschaft, Finanzen und Sicherheit bin ich rechts.
Autor: Isabelle MoretDie nominierte Bundesratskandidatin der FDP Waadt sagte dies gegenüber «Le Matin Dimanche»

Die FDP Schweiz nimmt noch bis am Freitag um Mitternacht Vorschläge der Kantonalparteien entgegen. Sie sucht explizit Kandidaturen aus der lateinischen Schweiz. Es ist unwahrscheinlich, dass noch weitere Kandidaturen eingereicht werden. Am 1. September entscheidet dann die Bundeshausfraktion, wen sie dem Parlament zur Wahl vorschlagen wird.

Einschätzung von Bundeshaus-Redaktorin Nathalie Christen

Die Waadtländer Nationalrätin Isabelle Moret macht mit ihrer Kandidatur den Kampf um den frei werdenden Bundesratssitz spannender. Die Juristin ist gut vernetzt im Parlament, hat als ehemalige Vizepräsidentin der FDP Schweiz eine starke Stellung in der Partei. Und: Sie ist eine Frau.

Der Ruf nach einer weiteren Bundesrätin ist lauter geworden, seit Bundesrätin Doris Leuthard öffentlich gesagt hat, dass sie spätestens 2019 zurücktreten wird. Ich erwarte, dass im Parlament Frauen parteiübergreifend versuchen werden, Morets Kandidatur Schub zu geben.

Sie haben dabei aber mit grossen Handicaps zu kämpfen. Isabelle Moret kommt aus dem Kanton Waadt – wie bereits Bundesrat Guy Parmelin. Und ihr grösster Konkurrent, Nationalrat Ignazio Cassis, kommt aus dem Tessin, das schon lange auf einen Bundesrat wartet. Zusätzlich ist er FDP-Fraktionschef. Das sind im Parlament sehr starke Trümpfe.

Deshalb erwarte ich zwar, dass Isabelle Moret von der FDP aufs offizielle Bundesratsticket genommen wird, eventuell zusammen mit dem Genfer Staatsrat Pierre Maudet. Doch gewählt wird am Schluss wohl Ignazio Cassis.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Andi Markoff (ansama)
    Ignazio Cassis wird neuer Bundesrat - alles andere wäre eine grosse Ueberraschung!
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    ...und noch einmal: die Kandidatur einer Person, bedingt, dass diese/r sich absolut für die anforderungsreichen, verantwortungsvollen Aufgaben "eignet", über Charakter- und Persönlichkeits-Stärke verfügt, keine Vetternwirtschaft, Lobbyismus (mittels lukrativer VR-Mandate) bislang betrieb!! Es geht primär und prioritär um das essentielle und existenzielle "Wohl" des Schweizer Volkes und ansonsten gar nichts!! Eignet sich Frau Moret für diese Posten??
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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    und ich versuche es nochmal, weil Tatsache. Frau Moret bestritt Mitglied einer Arbeitsgruppe zu sein, die der Rüstungsindustrie nahe steht. Sie hat dann am gleichen Abend ihren Rücktritt aus dieser Arbeitsgruppe erklärt. Nicht genug Netiquette?
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