«Feel the Biet» – Bundesratsreise führt durchs Bernbiet

Bei hochsommerlichem Wetter ist der Bundesrat zu seinem Jahresausflug aufgebrochen. Die Route schlägt dieses Jahr Bundespräsident Simonetta Sommaruga vor. Sie zeigt ihren Kollegen ihre beiden Heimatkantone Bern und Tessin.

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Asylsuchende kochen für den Bundesrat

1:58 min, aus Tagesschau vom 2.7.2015

Der Bundesrat hat seine jährlichen Ausflug in Angriff genommen. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga zeigt den Kollegen im Rahmen der zweitägigen Reise ihre Heimatkantone Bern und Tessin. «Im Kanton Bern liegen meine politischen Wurzeln, im Tessin meine familiären», sagte Sommaruga.

Trotz der hochsommerlichen Temperaturen schätzt Doris Leuthard, Vorsteherin des UVEK, den etwas ruhigeren Tagesablauf als üblich: «Wichtig ist, dass wir auf der Bundesratsreise nicht einfach von Termin zu Termin hetzen.» Die Reise ermögliche auch Diskussionen über Themen, die im Alltag zu kurz kämen. Solche Gespräche seien wichtig, damit der Bundesrat als Team funktioniere.

Erstes Etappenziel war die Bütschelegg 20 Kilometer südlich von Bern. Dort traf sich die Landesregierung mit dem Regierungsrat des Kantons Bern zum Frühstück.

Mittagessen mit Asylsuchenden in Riggisberg

Anschliessend stand ein Besuch im kantonalen Asyl-Durchgangszentrums Riggisberg an, wo 150 Menschen aus 20 Nationen leben. Beim gemeinsamen Mittagessen ergab sich die Gelegenheit für Gespräche mit Asylsuchenden des Zentrums.

«Direkte Demokratie heisst auch direkte Kontakte mit den Menschen, die in unserem Land leben», sagte Sommaruga zu dieser Reisestation. Das Mittagessen hatten die Asylsuchenden zubereitet. Scharf, aber «mit viel Liebe zubereitet», sagte Verteidigungsminister Ueli Maurer. Ihn habe besonders der Wille der Menschen beeindruckt, ihre persönliche Situation zu verbessern.

Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf hatte im Zentrum ein einmonatiges Baby in den Armen gehalten, das in Riggisberg geboren wurde. Sie habe hier wieder einmal gesehen, wie unterschiedlich die Voraussetzungen für das Leben von Menschen sein können.

An die Sprachgrenze nach Biel/Bienne

Am Nachmittag reiste der Bundesrat weiter nach Biel/Bienne. Dort besuchte er das Zentrum Schlössli, wo vor allem ältere, aber auch jüngere Langzeitpatienten gepflegt werden.

Zum Abschluss des Programms im Kanton Bern fand in der Altstadt von Biel/Bienne – der grössten zweisprachigen Stadt der Schweiz – ein Apéro mit der Bevölkerung statt. Zwischen 150 und 200 Personen folgten der Einladung. Die sieben Regierungsmitglieder genossen den Kontakt mit der Bevölkerung sichtlich.

Am Freitag ins Tessin

Der zweite Tag der Bundesratsreise führt ins Tessin. Dabei will die Regierung sich unter anderem mit der Bevölkerung der Kantonshauptstadt Bellinzona zur «Risottata», einem Risotto-Fest, auf der Piazza Governo treffen.