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Schweiz Fehlende Lärmsanierung sorgt für Knatsch

Eigentlich hätte das Nationalstrassennetz in der Schweiz in Bezug auf Lärm bis im Frühling 2015 erstsaniert werden müssen. Doch die Zeit reicht nicht aus. Die Arbeiten dauern noch mindestens drei weitere Jahre. Nun drohen dem Bund Klagen – schweizweit.

Bild der A1 nahe Ecublens bei Lausanne. Entlag der Autobahn wurden Lärmschutzwände aufgezogen. (keystone)
Legende: Über 50'000 Hausbesitzer könnten beim Bund Klagen einreichen. Denn der versprochene Lärmschutz lässt auf sich warten. Keystone

Auf gut 190 Kilometern des Nationalstrassennetzes kann die vom Bundesrat gesetzte Frist zur Lärmsanierung nicht eingehalten werden. Das berichten der «Tages-Anzeiger» und «Der Bund».

Eigentlich hätte das Nationalstrassennetz bereits bis März 2002 erstsaniert werden müssen. Der Bundesrat verlängerte aber die Frist bis März 2015.

Das Bundesamt für Strassen (Astra) will so schnell wie möglich einen Weg aufzeigen, wie auf diesen Strecken der Strassenlärm vermindert werden soll. Auf gewissen Abschnitten sei aber keine Lärmsanierung möglich, sagte Astra-Sprecher Thomas Rohrbach. Etwa 56'000 Anrainer seien betroffen.

Nach aktueller Rechtslage können deshalb die Betroffenen Hauseigentümer Klage einreichen. Dem Bund drohen also Klagen aus dem ganzen Land.

Daueraufgabe Lärmsanierung

Bei rund 400 der über 1600 Kilometer bereits sanierter Nationalstrassenabschnitte sind laut Astra die realisierten Lärmschutzmassnahmen nicht mehr ausreichend. Die Massnahmen kosteten bislang rund 2,5 Milliarden Franken. Bis 2030 sind nach Schätzung des Astra weitere 1,5 Milliarden Franken nötig.

6 Kommentare

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  • Kommentar von M.Müller, Zürich
    Und der Preis für die dümmste Lärmschutzwand geht nach Knonau! Warum? Lärmschutzwand - Autobahn - Lärmschutzwand - SBB - Dorf, ist es gut, dass die SBB und das Dorf vor dem Autobahnlärm geschützt wird!? Ich zweifle bei solchen Bauwerken an der Mündigkeit der Gehirne die sich so was ersinnen. Liebes SRF, fahren Sie nach Knonau auf die Autobahnbrücke, machen Sie ein Bild und wechseln dieses mit dem obigen, damit wir sehen für was wir Steuern zahlen, danke.
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  • Kommentar von Ch. Gerber, Basel
    Zum einen werden nur ca. 31% der Strassengelder auch für diesen verwenden, zum anderen werden Sinnlose Bauarbeiten durch geführt, die nur dazu da sind, Arbeit und Budget zu generieren. Wir müssen endlich was dagegen tun, dass unsere Gelder zweckenferntet werden.
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  • Kommentar von M.Müller, Zürich
    Da werden 4 Milliarden Franken für Lärmschutzwende ausgegeben welche aus Solarpanelen bestehen können! Wir hätten viel zusätzliche Energie und ein Teil der Investitionen würde so noch Erträge erwirtschaften. Wie einfallslos geht unsere Regierung mit dem Steuergeld um. Braucht es für das auch wieder eine Initiative! Oder wird nur Protektion der Atomlobby betrieben? Fangt an zu denken in Bern und wenn ihr das nicht könnt, dann macht Platz für Volksvertreter welche diese Bezeichnung verdienen.
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    1. Antwort von H. Frühling, Bern / Zürich
      Ich hoffe, @Müller, dass Sie 2015 Kandidat sind. Auch wenn Sie hier etwas zu kurz dachten, vielleicht taugen Sie als Parlamentarier ja wirklich etwas.
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