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Schweiz Ferien-Rückkehrer sind in Sorge wegen Zika

Das Risiko besteht: Wer in Süd- oder Mittelamerika seine Ferien verbracht hat, könnte sich mit dem Zika-Virus angesteckt haben. Denn dort übertragen die Tigermücken die Krankheit. Viele Heimkehrer sind deshalb beunruhigt – entsprechend häufen sich derzeit die Anfragen bei Tropen-Spezialisten.

Legende: Video Heimkehrer wegen Zika-Virus verunsichert abspielen. Laufzeit 2:06 Minuten.
Aus Tagesschau vom 17.08.2016.

Die direkte Ansteckung durch eine Tigermücke birgt das grösste Risiko. Doch Zika wird auch durch Geschlechtsverkehr übertragen. Für die meisten Menschen harmlos, kann die Krankheit bei schwangeren Frauen fatale Folgen haben: Ihr Kind kann ein zu kleines Gehirn entwickeln. 2000 Babys mit der sogenannten Mikrozephalie sind bereits seit vergangenem Herbst in Brasilien und Kolumbien zur Welt gekommen.

Tropenmediziner bespricht sich mit einer Patientin.
Legende: Tropenmediziner Christoph Hatz betreut derzeit viele besorgte Ferienrückkehrer. SRF

Dutzende Anfragen täglich

Entsprechend gross ist die Verunsicherung bei jenen, die in solche Länder reisen wollen – oder von dort zurückgekehrt sind, sagt Tropenmediziner Christoph Hatz. Neben persönlichen Beratungen verzeichnet er täglich Dutzende telefonische Anfragen. «Schwierig ist es, den Leuten klar zu machen, dass sie bis sechs Monate lang geschützten Geschlechtsverkehr haben sollen.» Andererseits würden die Patienten nach Tests verlangen, die das Virus zuverlässig nachweisen könnten. «Doch solche Tests haben wir bis jetzt noch nicht», sagt Hatz.

Ebenfalls eine Problematik: Die Forschungserkenntnisse über das Zika-Virus müssen immer wieder revidiert werden. «Man weiss neu, dass die Bestandteile des Virus im Sperma bis zu 180 Tage vorhanden sein können», so Hatz. Das habe natürlich Konsequenzen, was die Übertragung angehe.

Die Ungewissheit bleibt bestehen

David Baud vom Lausanner Unispital lanciert nun ein weltweites Zika-Register, um die Krankheit besser zu erforschen. Zahlreiche Fragen seien noch unbeantwortet, so der Chefarzt. Etwa: Führt die Ansteckung durch Geschlechtsverkehr auch zu Missbildungen? Welche Zeit in der Schwangerschaft ist am gefährlichsten? Und sind die Gehirnfehlbildungen vielleicht nur die Spitze des Eisbergs, und es gibt noch weitere Missbildungen?

Rund ein Dutzend schwangere Frauen überwacht Baud. Sie waren in Zika-Gebieten, als sie noch nichts von ihrer Schwangerschaft wussten. Bisher entwickeln sich die Föten normal. Doch für ihre Mütter wird die Ungewissheit noch lange andauern.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Christmann (Politik für die Schweizer)
    Schweizer reisen in ferne Länder mit dem Wissen, dass ein Zika-Virus Risiko besteht. Diese Personen haben das Risiko einer Ansteckung wissentlich in Kauf genommen. Das sich Personen die von einer Ansteckung betroffen sind, medizinisch behandeln lassen&die Kosten von der KK gedeckt sind, ist i.O. Es gibt ja auch viele weitere Krankheiten die vom Ausland eingeschleppt werden. Die prophylaktische mediz. Überwachung von Personen ohne Krankheitssymptome auf Kosten KK&Steuerzahler ist übertrieben.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Durch die Völkerwanderung und den Tourismus werden noch viel mehr Seuchen eingeschleppt werden. Wir werden Zustände wie in den Entwicklungsländern erleben. Es sollten unbedingt strengere Vorkehrungen medizinischen Art und an den Grenzen Einreisende Touristen, Heimreisende wie auch Einwanderern aus den betroffenen Ländern kontrolliert werden und nötigenfalls unter Quarantäne gestellt werden.
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