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Arbeit als Integration Flüchtlinge werden zu Pflegehelfern ausgebildet

Legende: Video «Flüchtlinge werden zu Pflegern» abspielen. Laufzeit 1:43 Minuten.
Aus Tagesschau vom 08.05.2017.
  • Das Schweizerische Rote Kreuz SRK und der Bund haben für Flüchtlinge ein Pilotprojekt im Gesundheitswesen lanciert. Es dauert von 2015 bis ins Jahr 2018.
  • Ziel des Projekts «Sesam» ist es, Migrantinnen und Migranten als Pflegehelfer die Chance auf eine rasche Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu bieten.
  • Bislang haben schweizweit 360 Personen dieses Angebot des SRK genutzt.

Wer am Pilotprojekt «Sesam» teilnehmen will, muss über Sprachkenntnisse auf dem Niveau B1 verfügen und ein Aufnahmegespräch absolvieren. Der Kurs umfasst danach einen 120-stündigen theoretischen Teil und ein zwölftägiges Praktikum.

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Die einzelnen Rotkreuz-Kantonalverbände würden deshalb im Rahmen des Pilotprojektes ihr Augenmerk auf das Erlernen der Sprache legen, schreibt das SRK weiter. Zu den Angeboten zählen Sprachkurse, Coachings und Tandems. Mit diesen Massnahmen soll den Flüchtlingen der Zugang zum Lehrgang ermöglicht werden.

Das Pilotprojekt wird ebenso vom Staatssekretariat für Migration (SEM) unterstützt. Beide Institutionen investieren je eine Million Franken in das bis 2018 laufende Projekt.

Ein Pflegehelfer schiebt ein Bett durch einen Spitalgang.
Legende: Mit den Ausbildungen als Pflegehelfer finden die Flüchtlinge einen einfacheren Start ins Erwerbsleben. Keystone

Danach entscheidet sich, ob es dauerhaft weitergeführt wird. Bislang haben schweizweit 360 Personen die Angebote des SRK genutzt. Davon sind 114 anerkannte Flüchtlinge und 62 vorläufig Aufgenommene.

Zukünftige Pflegehelferinnen führen laut SRK selbstständig Tätigkeiten im Bereich der Grundpflege aus. Sie unterstützen die betreuten Personen vor allem bei der Körperpflege, beim An- und Auskleiden sowie beim Essen und Trinken.

Aus Sicht des SRK wird damit der hohen Nachfrage der Heime und sozialen Institutionen entsprochen.

28 Kommentare

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  • Kommentar von Fabienne Uhlmann (Cueni)
    "Bloss werden die Kosten mal eben dem Gesundheitssystem angelastet." schreibt u.a. Hr. Fuchs in diesem Forum. Deshalb darf mal die Frage erlaubt sein, in welcher Dimension das Asylwesen auch unser Gesundheitswesen belastet. Neben den übrigen Asylkosten, neben der Entwicklungshilfe, etc. Neben all den Bettelbriefen von div. Hilfsorganisationen. Auf der anderen Seite der Spardruck in Schulen, Spitälern, Heimen etc. Ich befürworte die Hilfe für Kriegsflüchtlinge, aber die Balance sollte stimmen.
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  • Kommentar von Jürg Sand (Jürg Sand)
    Super, dann haben wir ja für die paar Milliarden Erdenbürger, die unter unserem Lebensstandard ihr Leben fristen, ein tolles Einkommen entdeckt! Wir verprassen unser Geld für die Pflege und die paar Milliarden Engel pflegen uns und später sich. Echt spektakulär progressiv!
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  • Kommentar von A. Moser (AM)
    Interessanter Ansatz - aber weshalb nur für Flüchtlinge? Ich kenne eine Schweizerin, die auch gerne als Pflegerin arbeiten würde. Die Anforderungen für sie sind aber deutlich höher - und für eine schulisch nicht gut gebildete Person kaum zu bewältigen!
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