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Schweiz Fluglärm-Verhandlungen: Schweiz will keinen neuen Vetrag

Im Streit um Fluglärm hat der Schweizer Botschafter in Deutschland, Tim Guldimann, Verhandlungen über einen neuen Staatsvertrag abgelehnt. Er betont jedoch: Die Schweiz wolle alle offenen Fragen klären.

Wegen massiver Widerstände im deutschen Bundesland Baden-Württemberg hat der deutsche Verkehrsminister Peter Ramsauer die Ratifikation der Fluglärm-Verträge auf Eis gelegt. Er fordert nun Nachverhandlungen. Diese lehnt der Schweizer Botschafter in Deutschland, Tim Guldimann, jedoch ab.

Der Schweizer Botschafter in Deutschland, Tim Guldimann.
Legende: Will keine Verhandlungen über einen neuen Staatsvertrag: Der Schweizer Botschafter in Deutschland, Tim Guldimann. Keystone

Strittige Punkte könne man «auf der Grundlage des unterzeichneten Vertrags erreichen», sagte er der deutschen Zeitung «Südkurier».

Zahl der Überflüge «konstant»

«Um das notwendige Vertrauen wieder herzustellen, können wir dafür eine rechtsverbindliche Form finden.» Eine solche sei auf Grundlage des unterzeichneten Vertrags möglich. «Dann hoffen wir, dass der Vertrag auf deutscher Seite ratifiziert werden kann», sagte er.

Der Vertrag soll die Anflüge auf den Flughafen Zürich über deutschem Gebiet regeln. Kritiker fordern eine stärkere Entlastung vom Fluglärm. In den letzten Jahren sei die Zahl der Überflüge über Süddeutschland «konstant» geblieben. Die Empfindung sei aber das Gegenteil.

Guldimann warb weiter um «Klarheit und Vertrauen»: «Wir bemühen uns daher um eine Klärung aller offenen Fragen.» Beide Seiten müssten lernen, «stärker auf das Verbindende zu bauen, anstatt das Trennende zu sehen».

2 Kommentare

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  • Kommentar von W. Busch, Europa
    wenn kein Vetrag der Überflugrechte über Süddeutschland kommt, werden von Deutschland die Überflüge per Dekret festgelegt, genauso wie nach der Ablehnung durch die Schweiz im Jahre 2001. Dann bitte aber nicht wieder über die bösen Deutschen schimpfen !
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  • Kommentar von Lucas Kunz, Sallneck
    er warb weiter um "Klarheit und Vertrauen" Tja liebe Zürcher und Schweizer, das Vertrauen ist in der Vergangenheit von Euch massiv untergraben und missbraucht worden. Und dass man Euch weiterhin kein Vertrauen schenken kann, wird spätestens dann ersichtlich, wenn man sieht, wie beide Seiten den Vertrag doch sehr verschieden auslegen, obwohl sie ihn gemeinsam aufgesetzt haben.
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