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Franchisen erhöhen Wer mehr Leistung bezieht, soll mehr bezahlen

  • Der Bundesrat schlägt vor, alle Franchisen um 50 Franken zu erhöhen, sobald die Kosten einen bestimmten Grenzwert übersteigen.
  • Damit sollen sich Erwachsene stärker an der Gesundheitsfinanzierung beteiligen.
  • Die Vorlage geht nun ins Parlament.

Der Bundesrat schlägt vor, Franchisen und Bruttokosten zu Lasten der Grundversicherung im Verhältnis 1:12 zu halten.

Sobald die Kosten pro Person 13-mal höher liegen als die ordentliche Franchise, müssen alle Franchisen um 50 Franken angehoben werden. Der Bundesrat geht davon aus, dass 2020 eine Erhöhung fällig ist, danach voraussichtlich alle vier Jahre.

Bereits früher Anpassungen vorgenommen

Mit diesem Vorschlag wird eine Motion erfüllt, welche die Räte 2016 angenommen haben. Die Motion enthielt die Forderung, die Franchisen an die Kostenentwicklung in der Grundversicherung anzupassen, um die Eigenverantwortung der Versicherten bei der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen zu stärken.

Der Bundesrat ist schon heute befugt, die Franchisen anzupassen. Das hat er in der Vergangenheit auch schon getan. Auch die Wahlfranchisen sind seither in zwei Schritten erhöht worden.

21 Kommentare

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  • Kommentar von M. Keller (MK)
    Ein Ansatz für mich wäre noch, dass bei nicht rezeptpflichtigen Medikamente, Salben, Pillen, Pflaster etc. vom/beim Arzt diese dort, analog Einkauf in der Drogerie/Apotheke, Bar bezahlt werden müssten und dadurch nicht mehr über die Krankenkasse abgerechnet werden könnten. Dem Arzt ist es egal, von wem er das Geld dafür bekommt. Solange viele wegen jedem kleinen "Wehwechen" den Arzt konsultieren, um sich dort nur ein (fast) Gratispflaster ab zu holen, werden die KK-Kosten weiterhin steigen.
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  • Kommentar von Yvette Nick (Lebenstreuhand)
    Ich bin der Meinung, wir müssen uns irgendwann der Diskussion stellen, welche Leistungen unseres Gesundheitswesen wirklich sinnvoll sind. Ist es wirklich sinnvoll und erstrebenswert jede Störung im Körper heilen zu können? Woller wir ewig leben?? Oder müsste man vielleicht sogar den hypokratischen Eid überdenken? Für mich persönlich sind ALLE lebensverlängernden Behandlungen fragwürdig. Länger leben heisst mehr Sozialkosten, mehr Ressourcenverbrauch, mehr......
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  • Kommentar von E. R. Röthlisberger (sodeli)
    Anderer Ansatz: Wer keine Kosten verursacht bekommt eine Gutschrift in Höhe der Franchise. Vielleicht ein Anreiz für die vielen Gesunden.
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