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Anlass von Rechtsextremen Freiburger Polizei verhindert Event der Hammerskins

Die Kantonspolizei Freiburg
Legende: Die Freiburger Polizei hat auf der Autobahnraststätte Rose de la Broye rund 60 Personen überprüft. Keystone
  • Die Kantonspolizei Freiburg hat ein Konzert in Seiry verboten, das von der rechtsextremen Gruppe Hammerskins organisiert worden war.
  • Die bereits eingereiste deutsche Musikgruppe Wolfsfront musste den Veranstaltungsort wieder verlassen – eskortiert von der Polizei, damit sie nicht anderswo auftritt.
  • Die italienische Musikgruppe Katastrof Aryan Rock, deren Auftritt geplant war, konnte schon gar nicht in die Schweiz einreisen.

Die Freiburger Polizei ist über Social Media dem geplanten Konzert auf die Spur gekommen. Auf der Autobahnraststätte Rose de la Broye hat sie durch Personenkontrollen den genauen Ort des Treffens ausfindig machen können. Rund 60 Personen wurden überprüft.

Die Veranstaltung hätte im Gemeindesaal von Seiry stattfinden sollen. In Übereinkunft mit den Behörden des Broyebezirks beschloss die Polizei, das Konzert zu verbieten.

Skinhead-Organisation Hammerskins

Die Hammerskins wurden im Jahr 1987 nahe der amerikanischen Stadt Dallas (Texas) als rechtsextreme Skinhead-Organisation gegründet. Sie
vertreten die Ideologie des «white Area for white People» (weisse Gebiete für weisse Menschen). Sie sind Teil der «White Pride-Bewegung» (weisser Stolz) und verstehen sich seit Beginn als Elite unter den rechtsextremen Skinheads.

Von Texas aus verbreiteten sich die Hammerskins erst auf dem nordamerikanischen Kontinent, bevor Innerschweizer Skinheads 1990 in der Schweiz das erste europäische Chapter gründeten. Aktuell gibt es in fast allen westlichen Ländern Ableger der Hammerskins. (Quelle: rechtsextremismus.ch)

Für den Event, der laut der Mitteilung der Polizei, den Namen «Supremacy» (Überlegenheit) trägt, hätten die Veranstalter keine Bewilligung beantragt. Der Organisator wurde angezeigt und muss sich nun vor dem Oberamtmann verantworten.

Laut der Mitteilung der Polizei sei der Präsident der Fraktion der schweizerischen Hammerskins über den Entscheid, das Konzert zu verbieten, formell informiert worden.

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22 Kommentare

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  • Kommentar von A. Zuckermann (azu)
    Die Dioptrie auf dem rechten Auge der Polizei schein sich seit Toggenburg von Minus 5 auf Minus 3 verbessert zu haben. Ein kleiner Fortschritt zwar… aber in die richtige Richtung. Deshalb: Weiter so!
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  • Kommentar von Niklaus Bächler (quod erat demonstrandum)
    Bravo, Freiburger Polizei! Ihr habt gehandelt und diesen "braunen Idioten" das Handwerk gelegt. Hingegen staune ich, dass sich Ch.Blocher dazu nicht gemeldet hat und wieder die im Toggenburg verkündete: "wo ist das Problem, die sind ja friedlich!"
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  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    Die rechte Gefahr und die braune Brut wird ganz allgemein immer noch viel zu stark unterschätzt, weil man bei den Polizeikorps auf diesem Auge tendenziell die grössere Sehschwäche hat. In diesem Fall scheint es nun so, dass man nach und von dem Desaster im Toggenburg etwas gelernt hat - immerhin.
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