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Schweiz Freilaufende Hunde sind eine Gefahr für die Wildtiere

Zwei Hunde aus der Zürcher Gemeinde Hinwil haben bereits mehrere Wildtiere gerissen. Nun wurden sie zum Abschuss freigegeben. Doch: Was soll gegen freilaufende Hunde unternommen werden? Diese Frage beschäftigt Jäger und Naturschützer in der ganzen Schweiz.

Immer wieder sorgen wildernde und streunende Hunde für Probleme. Das kann Hanspeter Egli bestätigen. Er ist Präsident des Jägerdachverbandes JagdSchweiz.

Legende: Video Hunde schiessen erlaubt abspielen. Laufzeit 03:07 Minuten.
Aus 10vor10 vom 27.08.2013.

Es sei ein schlimmes Bild, wenn ein streunender Hund ein Reh anfalle, sagt er. «Sie jagen die Rehe, bis sie ermüden und dann packen sie die Rehe von hinten», sagt er und fügt an: «Sie töten die Rehe dabei nicht sofort, sie beissen sie oft im hinteren Teil des Körpers und die Tiere gehen elend zu Grunde.»

In der Schweiz haben streunende Hunde allein im vergangenen Jahr 632 Rehe gerissen. Nicht nur für Rehe können unbeaufsichtigte Hunde zum Problem werden, sondern auch für Hasen und für bodenbrütende Vögel, erklärt Urs Tester, Biologe und Abteilungsleiter bei Pro Natura.

Wichtig: Hundebesitzer informieren

Bei einem unbeaufsichtigten Hund komme schnell wieder der Jagdinstinkt zum Vorschein. «Das kann einerseits die Tiere aufschrecken, so dass beispielsweise die Vögel nicht mehr auf ihr Nest zurückkommen oder sie können eben solche Junghasen finden», sagt er. Und: Finde das häufig statt, könne das zu einem Rückgang der Hasenpopulation führen.

Vielen Hundehalter sei das gar nicht bewusst, sagt Tester: «Meine Erfahrung ist, dass die Hundebesitzer häufig gar nicht realisieren, dass ihr Hund – der da frei auf dem Feld unterwegs ist – wahrscheinlich jagt und dass Wildtiere betroffen sind.»

Deshalb sei es wichtig, die Hundebesitzer richtig zu informieren. Die Hundehalter könnten einen grossen Beitrag zum Wildtierschutz leisten, wenn sie ihre Lieblinge richtig beaufsichtigten.

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Huber Franz, Bern
    Im Kanton Zürich darf man auf Hunde schiessen? Wohnen da nicht jene Leute, die sich empören, wenn man in Bergkantonen einen Wolf, der hunderte von Schafen gerissen hat, zum Abschuss frei gibt?
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Hunde werden zu Hause versorgt und gefüttert, die müssen sich nicht unüberwacht an Wildtieren auch noch vergreifen. Ausserdem, es sind die Wildtiere, welche fast alle auf der Roten Liste oder kurz vor der Ausrottung stehen. Haus- und Nutztiere gibts im Übermass.
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    2. Antwort von Huber Franz, Bern
      Haben sich denn diese Hunde etwa nicht an Wildtieren vergriffen? Nicht, dass diese auch noch auf eine Rote Liste gesetzt werden müssen. Hängt der Wert eines Tieres von der Anzahl seiner Artgenossen ab?
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    3. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Wildraubtiere müssen auf Jagd,um sich selber zu erhalten.Wildernde Hunde hetzen+verletzen Wildtiere lebensgefährlich bis ans traurige Ende.Sie gehören eliminiert.Katzen kann man idR nicht kontrollieren,Zwangskastration ist darum mE bei beiden nötig.Nochmals:die enorme Hunde-,bes.Katzenpopulation,die Vernichtung der Lebensräume+Existenz unsrer Wildtiere(auch Amph.,Rept.,Insekten)+-pflanzen,ist von unsrer Überpopulation+Degeneration abhängig.Wir haben laut BV die Pflicht,unsre Natur zu erhalten.
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Sie müssen ein Stubenhocker sein,dass Sie da von Mär+Schwachsinn reden.Ich wohne umgeben von Wäldern+Feldern,beobachte min.1x/W,wie Hunde,ent-od.freiaufene von Privaten,von Bauern,von Jägern ausserhalb der Jagdzeit Wild jagen,von hinten zerfetzen.Jede Woche rufe ich deswegen den Wildhüter an.Jährl.finde ich allein auf meinem Land 2-3 zu Tode gehetzte,schwerverletzte Rehe+Kitze liegen,manchmal sogar im Bachbett.Sie alle werden untersucht+entsorgt,litten bis zu ihrem Tod unsägliche Ängste+Qualen.
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  • Kommentar von Lucas Kunz, Sallneck
    "Freilaufende Hunde sind eine Gefahr für die Wildtiere" - Eine Mär und ein Schwachsinn! In freier Wildbahn haben freilaufende Hunde Null Chance, einem Wildtier, sei's Hase oder Reh, nachzukommen. Die Hunde sind ja nicht im organisierten Rudel unterwegs (und 2 Hunde machen auch noch kein Rudel aus) ... So lange keine Zäune etc. dem Wild die Flucht versperren, haben die Hunde kein Erfolg.
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    1. Antwort von Peter Meier, Zürich
      Sie sind ein Stubenhocker. Gehen sie mal raus mit offenen Augen! Jeder Jäger (und in meiner Familie hat es viele) kann ihnen das Bestätigen: Freilaufende Hunde sind eine Gefahr für die Wildtiere"
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    2. Antwort von Lucas Kunz, Sallneck
      Auf das Jägerlatein pfeif ich - verlasse mich da lieber auf den Förster ...
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    3. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Kunz, Sie verraten Ihre Unwissenheit schon wieder. Förster bemühen sich um Wildpflanzen, Bäume und Sträucher etc. Wenn schon müssten Sie sich auf zuständige Wildhüter verlassen. Sie hüten, kontrollieren, beschützen, erlösen das Wild. Im Übrigen bin ich keine Jägerin, im Gegenteil, ich unterstütze Massnahmen wie im Kanton Genf.
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