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Wahlen in der Waadt Fünf bisherige Staatsräte im ersten Wahlgang bestätigt

Drei FDP- und zwei SP-Staatsräte schafften die Wiederwahl im ersten Anlauf. Die Grüne Staatsrätin Béatrice Métraux muss in die 2. Runde.

Legende: Video «Regierungswahlen in der Waadt» abspielen. Laufzeit 2:51 Minuten.
Aus Tagesschau vom 30.04.2017.
  • Die Waadtländer wählten heute eine neue Regierung und ein neues Parlament.
  • Drei FDP- und zwei SP-Regierungsmitglieder haben die Wiederwahl in den Staatsrat im ersten Anlauf geschafft.
  • Die Bisherige Béatrice Métraux (Grüne) und die neu kandidierende Cesla Amarelle (SP) verfehlten das absolute Mehr, platzierten sich aber vor Jacques Nicolet (SVP).

Bei den Waadtländer Regierungsratswahlen lieferten sich die Bisherigen Pascal Broulis von der FDP und Pierre-Yves Maillard (SP) ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Auf dem dritten und vierten Platz folgen die beiden anderen Bisherigen der FDP, Jacqueline de Quattro und Philippe Leuba. Auf den fünften Platz kommt Nuria Gorrite von der SP, die ebenfalls noch über dem absoluten Mehr lag.

Die Bisherige Béatrice Métraux von den Grünen liegt auf dem sechsten Platz, verpasste jedoch das absolute Mehr. In den zweiten Wahlgang muss auch die neu kandidierende SP-Frau Cesla Amarelle. Sie liegt auf Platz sieben und liess den neu kandidierenden Jacques Nicolet von der SVP hinter sich.

Staatsrat Waadt: Endresultat 1. Wahlgang

Kandidierende

Stimmen
Pascal Broulis / FDP, bisherGewählt
100'051
Pierre-Yves Maillard / SP, bisherGewählt99'200
Jacqueline de Quattro / FDP, bisherGewählt93'378
Philippe Leuba / FDP, bisherGewählt92'188
Nuria Gorrite / SP, bisherGewählt91'792
--- Absolutes Mehr ---

82'804
Béatrice Métraux / Grüne, bisher
79'631
Cesla Amarelle / SP
72'138
Jacques Nicolet / SVP

66'799
Guillaume Morand / Parti de rien

14'137
François Pointet / Vert'libéral
13'875
Sylvie Villa/ CVP

11'972
Céline Misiégo / PdA
10'492
Hadrien Buclin/ SolidaritéS
10'085
Serge Melly/ Vaud Libre
10'028
Yvan Luccarini/ Décroissance-Alternatives
9'595


Staatskanzlei/www.vd.ch

Amarelle will den Sitz ihrer Parteikollegin und nicht mehr angetretenen Bildungsdirektorin Anne-Catherine Lyon erben. Sie bezeichnete ihr Resultat als «recht gut», räumte aber ein, dass ihr SVP-Mitstreiter um das vakante Amt von Lyon nicht so weit hinter ihr liege wie prognostiziert. Nicolet habe aber von einem speziellen Listeneffekt profitiert, betonte Amarelle.

SVP-Kandidat will noch einmal antreten

Nicolet, der auf der Liste der FDP kandidierte, zeigte sich in einer ersten Reaktion zufrieden mit seinem Resultat. Er kündigte an, dass er im zweiten Wahlgang noch einmal antreten werde und bereit sei, über alle Themen zu diskutieren, sei es über soziale oder finanzpolitische.

Die Umfragen hätten ihm nur 34 Prozent Wähleranteil vorausgesagt, nun habe er 40 Prozent erreicht, sagte Nicolet mit «grosser Genugtuung» und bedankte sich beim Waadtländer Volk.

Der wiedergewählte FDP-Regierungsrat Broulis stellte befriedigt fest, dass das Waadtländer Volk begriffen habe, dass Lösungen im Gesamtinteresse gefunden werden müssten. Die Kampagne der Bürgerlichen sei gut gelaufen und die Allianz zwischen FDP und SVP habe funktioniert.

Zweiter Wahlgang am 21. Mai

Die restlichen der insgesamt 15 Kandidierenden lagen mit Wähleranteilen von weniger als zehn Prozent auf den hinteren Rängen. Das beste Resultat der Aussenseiterkandidaten machte der Besitzer einer Schuhkette, Guillaume Toto Morand, der bereits vor fünf Jahren mit seiner als unabhängig bezeichneten «Parti de rien» erfolglos kandidierte.

Die Wahlbeteiligung betrug 40,13 Prozent und war damit tiefer als 2012 (41,79 Prozent). Im zweiten Wahlgang am 21. Mai wird sich zeigen, ob die Regierung links-grün dominiert bleibt oder die Mehrheit an die Bürgerlichen zurückgeht.

10 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Nach 60% der ausgezählten Stimmen ist klar das % der Bisherigen die Wahl im ersten Wahlgang geschafft haben. Die Grüne Béatrice Métraux wird es ganz knap nicht schaffen. Der SVP Kandidat ist mit Abstand Letzter, und da alle 3 FDP Regierungsräte wiedergewählt wurden, hat Jacques Nicolet (SVP) im 2 Wahlgang, wenig bis gar keine Change. die SP und die Grünen werden Ihre Kandidaten locker im 2 Wahlgang durchbringen. Somit ist klar das im Welschland die SVP keinen Regierungssitz mehr hat.
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    1. Antwort von Theresia Weber (Resi)
      Das werden wir noch sehen. M.E. hat Nicolet (SVP) noch grosse Chancen erinnert seine Art u. Weise an den geschätzten verstorbenen Mermod (SVP). Zudem könnte die FDP nicht nur Nicolet sondern auch die Grün-liberale I. Chevallet unterstützen. I. Chevallet hat soeben bestätigt, dass sie bereit stehe.
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    2. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      @Weber - Treumen Sie weiter. Die Roten muessen auch noch ihr Fuder einfahren und werden dabei auch die Gruene mitnehmen. Dass FDPler sich fuer einen SVPler oder gar eine GLPlerin derangieren, ist dagegen unwachscheinlich....
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  • Kommentar von Albert Planta (Plal)
    Naja, die SVP kann man nicht zu den Bürgerlichen zählen.
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    1. Antwort von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
      ...eher zu den linksextremen Parteien, aber mit "heimatlichem Bewahrungssinn" und für die bekannten "SVP-Phobien-Geplagten" zu den "Rechtsnationalisten", oder Herr Planta?
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    2. Antwort von Theresia Weber (Resi)
      Bitte ziehen Sie keinen Vergleich mit der SVP-D-CH. Die waadtländer SVP-Politiker sind Agrarier, moderat u. setzen sich nicht nur für Landwirte u. Weinbauer ein, sondern auch für die kleinen Firmen u. die Familienbetriebe. Der grösste Teil der Landgemeinden des Kantons könnten m.E. eher für M. Nicolet stimmen als für die linke Universitätsprofessorin.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Echte, kreative "Politik", welche sich für das essentielle und existenzielle Wohl des Volkes kümmert, kann nur gemeinsam funktionnieren! Alles, was extrem ist und im Alleingang erkämpft wird, hat nichts mit "Volks-Politik" zu tun, sondern mit der Erreichung von machthungrigen Eigeninteressen!
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