Fussgänger und Zweiradfahrer brauchen mehr Schutz

Fussgänger, Velo- und Töfffahrer sind im Strassenverkehr weniger sicher als Autofahrer. Denn bei Ersteren wurde der Schutz in den letzten Jahren weniger erhöht. Dies soll sich nun ändern.

Ein Fahrrad liegt unter einem Lastwagen am Hauptbahnhof im September 2013 in Zürich. Gemäss Polizei wurde ein Radfahrer von einem Lastwagen schwer verletzt. (keystone)

Bildlegende: Bei solchen Zusammenstössen ist ein Velofahrer chancenlos. (Im Bild: Strassenunterführung beim Hauptbahnhof Zürich.) Keystone

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (Bfu) fordert einen besseren Schutz für alle, die zu Fuss oder auf zwei Rädern im Strassenverkehr unterwegs sind. Deren Sicherheit hinkt nämlich im Vergleich zu den Autofahrern hinterher.

Dies zeigt der Sinus-Report 2015. Darin wertet die Bfu jährlich das Unfallgeschehen in der Schweiz aus.

Die Grafik zeigt die Entwicklung der schweren Personenschäden zwischen 2004 und 2014. (keystone)

Bildlegende: Keystone

Demnach stagniert die Zahl der schweren Unfälle von Fussgängern und Velofahrern seit rund zehn Jahren.

Im Motorradverkehr hat das Sicherheitsproblem gar zugenommen: Seit 2009 erleiden jährlich mehr Töfffahrer schwere oder tödliche Verletzungen.

Das Bfu schreibt, es stelle sich deshalb zwingend die Frage, was in der Unfallprävention für den Langsam- und Motorradverkehr in den kommenden Jahren getan werden könne.

Um die Sicherheit für leicht verletzliche Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, schlägt die Unfall-Beratungsstelle unter anderem folgende Massnahmen zur Diskussion:

  • Verkehrskreuzungen besser planen
  • Einführung von Tempo-30-Zonen innerorts
  • Bremsassistenzsysteme für Motorfahrzeuge
  • mehr Tempokontrollen bei Töfffahrern, um sie zu sensibilisieren
  • Bessere Schutzbekleidung sowie Helme