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Inhaftierter Ex-Minister Gambia will Sonko vor Gericht stellen

Die neue Regierung von Gambia will, dass die Schweiz den mutmasslichen Folter-Kommandanten Ousman Sonko ausliefert.

Legende: Video «Gambia will die Auslieferung von Ousman Sonko» abspielen. Laufzeit 12:00 Minuten.
Aus Rundschau vom 22.02.2017.
  • Ousman Sonko sitzt in der Schweiz in Untersuchungshaft, nachdem er in der Schweiz letztes Jahr ein Asylgesuch gestellt hatte.
  • Sonko soll während der Diktatur in Gambia persönlich für Folter und Mord an Oppositionellen verantwortlich gewesen sein.
  • Vergangenen Samstag legte Gambias neuer Präsident Adama Barrow seinen Amtseid ab.
  • Gegenüber der «Rundschau» garantiert Barrow persönlich für die demokratischen Prinzipien des neuen Gambias.
Legende: Video «Der Fall Sonko» abspielen. Laufzeit 2:18 Minuten.
Aus Tagesschau vom 28.01.2017.

In einem exklusiven Interview mit der «Rundschau» fordert Gambias Präsident Adama Barrow die Aufarbeitung der grausamen Vergangenheit unter Diktator Yahya Jammeh: «Bevor es eine Versöhnung geben kann, müssen wir die Wahrheit kennen. Ohne Wahrheit keine Versöhnung.»

Der neue gambische Innenminister Mai Ahmed Fatty formt zurzeit eine Kommission, die sich im Detail mit den Grausamkeiten des abgewählten Regimes auseinandersetzen soll: «Wir wollen wissen: Wer hat wann was getan, um eine persönliche Verantwortung festzustellen.» Sonko habe im Regime eine Schlüsselrolle gespielt. Deshalb seien seine Aussagen besonders wertvoll: «Wenn uns Sonko übergeben würde, könnten wir viele offene Fragen klären.»

Auch Aussenminister Ousainou Darboe will Ousman Sonko vor ein gambisches Gericht stellen: «Ich möchte, dass die Schweizer Regierung Sonko an Gambia ausliefert, damit er sich vor einem gambischen Gericht für seine Vergehen verantworten muss. Falls dies nicht möglich ist, sollen ihn die Schweizer Behörden an den Internationalen Gerichtshof nach Den Haag überstellen.»

15 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Bitte Schweiz, lass doch den Sonko ziehen. Es kann doch nicht sein, dass wir ihn weiterhin füttern müssen.
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  • Kommentar von Walter Starnberger (Walter Starnberger)
    Da in Gambia die Menschenrechte nicht eingehalten werden, ist an eine Auslieferung nicht zu denken. Das müsste eigentlich klar sein. Menschenrechte gelten schliesslich für alle, nicht nur für Asylbewerber und Sans-Papiers. Oder etwa nicht ?
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    1. Antwort von Heidy Rüegg (heidy70)
      Diese Verbrecher kennen keine Menschenrechte, also haben sie auch kein Anrecht auf solches. Hier muss man Gleiches mit Gleichem vergelten!
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    2. Antwort von Hans Fürer (Hans F.)
      Leider typisch für unser westliches Rechtsverständnis. Ja, er dürfte in Gambia tatsächlich im Gefängnis landen, und das sicher etwas weniger komfortabel als bei uns. Und das soll nun einem erspart bleiben, der entsetzlichste Folterungen zugelassen oder sogar befohlen hat? So kann nur jemand denken, der mehr Verständnis für den Täter als für die Opfer hat.
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  • Kommentar von Alain Terrieur (Imhof)
    ..ich staune immer noch, wie dieser "Flüchtling" unbehelligt in die Schweiz "wanderte"! Hoffentlich gehen seine "Erinnerungen" nicht verloren, versprecht keine Pfedestreicheltherapien! - Bitte nur zurück an seine Quellen!
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    1. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Der ist nicht in die Schweiz eingewandert. Wir haben ihn als Geschenk von Schweden bekommen, weil er dort versucht hat, mit abgelaufenen Einreisepaoieren in den Schengenraum zu kommen. Da dieses Visum eine schwreizer Botschaft ausgestellt hat, bat Schweden um Übernahme. Jetzt haben wir den Salat.
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