Gebäudesanierung: Grosses Sparpotenzial, aber zu teuer

Der Bund ortet in seiner Energiestrategie grosses Sparpotenzial beim Heizen. Dazu müssten viele ältere Gebäude saniert werden. 1,5 Millionen Häuser sind energetisch dringend sanierungsbedürftig. Jährlich wird aber nur gerade ein Prozent erneuert. Das Problem: Trotz Subventionen fehlt das Geld.

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Energiefreundliche Sanierungen sind schlecht finanzierbar.

1:37 min, aus Tagesschau vom 29.1.2013

Schlecht isolierte Häuser verursachen fast die Hälfte der CO2-Emissionen in der Schweiz. Dies bestätigt auch Thomas Ammann vom Hauseigentümerverband: «Vor allem Häuser die vor 1990 gebaut worden sind – fast 80 Prozent der Schweizer Häuser – haben energetisches Sanierungspotential.»

Eine Sanierung würde viel bringen: einige Gebäude lassen sich danach mit der Hälfte an Energie heizen. Doch eine Sanierung kostet viel Geld. Hier soll das Gebäudeprogramm des Bundes helfen.

Hohe Energiepreise als Motivation zur Sanierung

120 Millionen Franken stehen jährlich zur Verfügung für Gebäudesanierungen. Das tönt nach viel Geld, doch im Einzelfall sind das im Schnitt 11'000 Franken pro Projekt. Damit werden nur 5 - 15 % der Gesamtkosten gedeckt.

«Die Lösung liegt nicht alleine in einem immer grösseren Subventionstopf» sagt Marianne Zünd, Sprecherin des Bundesamtes für Energie. Die Kantone sollten auch neue Gebäudestandards setzen. Weiter brauchte es Massnahmen zur Sensibilisierung der Hausbesitzer.

Doch der Bund hat das Gebäudeprogramm schon zweimal zurückgestuft und damit vor allem Besitzer von kleineren Häusern benachteiligt. Diese müsse man finanziell unterstützen, sagt Zünd.

Schritte in diese Richtung seien in Planung. Klar ist: Längerfristig werden wohl steigende Energiepreise die wichtigste Motivation zur Gebäudesanierung sein.