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Gefährliche Hybridfahrzeuge Abschleppdienste wollen keine Unfallautos transportieren

Elektroautos liegen im Trend: Doch die Fahrzeuge bringen auch besondere Gefahren mit sich – beispielsweise bei Bränden. Aus den Reihen der Feuerwehr wird nun gewarnt.

Ein verunfalltes Auto mit Elektroantrieb oder herumliegende Batterieteile genügen – und schon kann es zu einem Feuerwerk kommen. Das ist nicht ohne Gefahr für jene, die zu Hilfe eilen.

«Für das Feuerlöschen ist es kompliziert, weil wir kaum an die Batterie herankommen. Das braucht Zeit, und das heisst mehr Einsatzkräfte und mehr Wasser», sagt der Sektionschef der Berufsfeuerwehr in Lausanne, Thierry Melly.

Ingenieure fragen nach

Angehörige der Berufsfeuerwehr Lausanne reisen durch die Westschweiz, um ihre Kollegen sowie Sanitäter und Polizisten im Umgang mit den neuen Hybrid-, Elektro- oder Gas-Motoren zu schulen. Denn die sind tückisch. Bis jetzt nimmt nur ein Automobilhersteller seine Verantwortung gegenüber den Rettungsdiensten wahr.

«Renault bietet eine zusätzliche Sicherheitsausbildung an. So hilft der Autohersteller den Rettungskräften, um weitere Unfälle zu vermeiden», sagt Patrick Eichelberger. Auch er arbeitet bei der Feuerwehr Lausanne. «Einmal im Jahr findet ein Seminar mit den Ingenieuren statt, die uns nach neuen Ideen und Verbesserungsvorschlägen fragen.»

Unterscheidung der Fahrzeuge ist schwierig

Andere Einsatzkräfte sind die Sanitäter – einmal pro Jahr arbeiten sie als Teil ihrer Ausbildung mit Polizei und Feuerwehr zusammen. Das ändert aber nichts an einer wichtigen Tatsache: «Wir kennen diesen Auto-Typus und die neuen Gefahren nicht. Das erhöht für uns den Stressfaktor bei einem Unfall», erklärt der Sanitäter Marc Nuoffer.

Darum weist die Polizei die Fahrer eines verunfallten Autos an – sofern dies möglich ist – bei einem Notruf auch gleich den Fahrzeugtyp zu spezifizieren. Noch immer ist es schwierig, ein Hybridfahrzeug von einem Elektromobil-Auto zu unterscheiden.

Bernard Vonlanthen, Mediensprecher der Kantonspolizei Freiburg sagt: «Fast jede Automarke bietet entweder ein Hybrid-Auto oder ein Elektro-Auto an. Von aussen ist es jedoch sehr, sehr schwierig, den genauen Autotypus zu erkennen.»

Es ist sogar schon passiert, dass die Batterien solcher Fahrzeuge erst Wochen später zu brennen anfingen. Gefahr besteht also auch für die Abschleppdienste. Einige weigern sich sogar, solche Unfallfahrzeuge zu transportieren.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Ruppert (Martin Ruppert)
    Wieder eine Angstmacherei bei der Berichterstattung. Aber ein Elektroauto ist genau so sicher wie die Konventionellen. Das Li-Po Akus sich entzünden können wenn sie defekt werde ist bekannt. Ja das ist ein Risiko aber ein kleines. Die Meisten hochholt Systeme laufen mit Max.500Volt DC. Es gibt jenste Systeme die Arbeiten nur im unteren Bereich von 48V-150Volt D.C. Bei den meisten Fahrzeugen werden über einen Notschalter die Hochvoltsysteme ausgeschalten. Martin
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  • Kommentar von Hannes Wenger (Lammfleisch)
    Dafür hat's im Elektroauto weder Benzin noch Motorenöl, welches brennen oder in die Umwelt gelangen kann.
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  • Kommentar von Norbert Schnidrig (3646)
    Und nochmals zur Erinnerung: die Umwelt wird bei der Produktion eines Elektroautos 3x mehr belastet als bei einem Konventionellen Verbrennungsmotor. Das ist Fakt. Zudem müssen diese Elektrokisten früher als alle anderen verschrottet werden. Ergo, nichts gespart, im Gegenteil: Umwelt belastet, Geldbeutel belastet.
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    1. Antwort von Charles Morgenthaler (ChM)
      Warum sollten Elektroautos früher entsorgt werden müssen als herkömmliche Autos? Elektromotoren haben eine deutlich längere Lebensdauer als Verbrennungsmotoren. Nur die Akkus müssen vermutlich mal ersetzt werden.
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    2. Antwort von Hannes Wenger (Lammfleisch)
      Woher haben Sie diese Fakten? Warum sollen Elektrofahrzeuge früher verschrottet werden müssen? Schliesslich haben sie weniger Teile, welche kaputt gehen können. Ausserdem kann die Batterie später weiterverwendet werden, z.B. für Haustechnik. Mehr "Fakten" bitte.
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    3. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Fake news. Es gibt keine Daten die eine Behauptung wie die von Hr. Schidrig stützen würden.
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    4. Antwort von Chris Burkart (Chris B)
      Fakt ist: Batterien lassen sich heute zu 98% recyclen. Mangels "kaputtbarer" Teile hält ein EV bis 3x länger als ein Benziner. Kein Abgas, kein Öl im Grundwasser, keine Tankerunglücke belasten die Meere, keine graue Energie beim Schweröltransport, keine Entsorgung von Altöl, Filter usw. etc. pp. Ausserdem: Stromfahrzeuge nutzen 90% der zugeführten Energie zur Fortbewegung, Benziner nur 15% - der Rest geht in Hitze auf. Verbrennungsmotorenbauer und Ölkonzerne sehen das natürlich gerne anders.
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    5. Antwort von Mischa Markert (THECOMMENTATOR)
      So problemlos sind Elektroautos eben nicht. Nehmen wir mal an, dass per Gesetz nur ein Viertel aller privaten PKW in CH zwingend reine E-Autos sein müssten. Wo her käme der Strom? Aus Atomkraftwerken in F., oder? Natürlich ist der Elektroantrieb vorzuziehen, aber der schwache Punkt bleiben nun mal die Batterien. Unverhältnismässig teuer, unsicher, begrenzte Lebensdauer. Wenn schon, dann nach dem innovativem israelischen Modell, also einer Art Akku-Leasing. Würde aber den Preis erhöhen.
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    6. Antwort von Mischa Markert (THECOMMENTATOR)
      @Burkart. Im Winter stimmt die Rechnung schon mal nicht. Oer wollen Sie im Ski-Outfit im Auto sitzen? Ausserdem gäbe es schon längst effizientere Verbrennungsmoteren, aber gerade CH Kunden würden Autos mit schwächeren Motoren nicht kaufen. (Bekannte Tatsache) Ich bleibe dabei, solange es keine besseren Batterien gibt, halte ich den flächendeckenden Einsatz von E-PKW's für verfrüht.
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