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Schweiz Gegen die Immobilienblase – heute gilt es ernst

Ab heute wenden die Banken schärfere Regeln bei der Hypothekenvergabe an. Wie reagieren die Kaufwilligen?

Legende: Video «Neue Regeln im Hypothekengeschäft» abspielen. Laufzeit 1:43 Minuten.
Aus Tagesschau vom 31.08.2014.

Im unteren und mittleren Preissegment gibt es nach wie vor viele Interessenten für ein Eigenheim. Hypothekarexperte Lorenz Heim vom Vermögenszentrum stellt aber fest: Derzeit müsse manch einer den Traum vom Wohneigentum verschieben – wegen der verschärften Anforderungen der Banken. «Es gibt Leute, die sich am Montag eine Liegenschaft nicht mehr leisten können. Diese Käufer werden länger warten müssen, bis sie sich etwas kaufen können,» erklärt Heim weiter

Früher mit dem Abzahlen beginnen

Wer ein Haus oder eine Wohnung kaufen will, braucht in der Regel 20 Prozent Eigenkapital. Bis zwei Drittel des Hauspreises finanzieren die Banken als erste Hypothek, ohne Pflicht zur Rückzahlung. Was darüber hinausgeht – die zweite Hypothek – musste bisher innert 20 Jahren zurückbezahlt werden.

Neu hat man noch 15 Jahre Zeit. Und man muss schon im ersten Jahr mit Abzahlen beginnen. «Also nur, wer mehr verdient, kann auch innerhalb von 15 Jahren die Hypothek zurückzahlen», so Heim.

Gewünschter Effekt eingetreten

Bereits seit zwei Jahren gilt: Nur noch 10 Prozent des Kaufpreises dürfen aus der Pensionskasse stammen. Laut Immobilienexperte Patrick Schnorf, Leiter Research Wüest & Partner, haben die Verschärfungen den gewünschten dämpfenden Effekt.

Und: «Die Preise stabilisieren sich, das ist auch eine Folge des gestiegenen Angebots.» Es gebe in diesem Jahr wieder mehr Wohnungen auf Markt. Dies, obwohl die Nachfrage nach wie vor hoch, und die Zinsen nach wie vor tief seien, sagt Patrick Schnorf.

17 Kommentare

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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Der FDP- Unternehmertrupp hat immer schon Mehrfamilien-Klötze in die Landschaften gesetzt, die finanzieren sich mit Pensionskassen etc. etc. und kassieren hohe Mieten , in 50 Jahren wird abgebrochen und neu geht's los . Der Büezer muss jahrelang schuften sparen , Zinsen zahlen, nach dem Bau folgt der Eigenmietwert u. Vermögenssteuer und Bankzinsen. Darum kann Heute bei den vom Bautrupp hochgejagten Bodenpreisen und Baukosten, kein Arbeiter mehr ein Eigenheim bauen, das ist eben auch die Schweiz.
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  • Kommentar von Marcel Dällenbach, Speicher
    Folgende Aussage über das was schon seit zwei Jahren gilt, müsste m.E. korrigiert werden: "Ein Mindestanteil an Eigenmitteln in der Höhe von 10 Prozent des Belehnungswertes darf schon seit zwei Jahren nicht aus einem Vorbezug oder einer Verpfändung von Guthaben der zweiten Säule stammen." (Siehe Punkt 2.1 in den Richtlinien betreffend Mindestanforderungen bei Hypothekarfinanzierungen der Schweizerischen Bankiervereinigung).
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Die Wirtschaftskapitäne und die Finanzmacht sorgen mit dieser "Ausklammerung des Mittelstandes", vom Kauf eines Eigenheims, dass sie für die jährlich neue 80-90'000 starke Nettoeinwanderung genügend viele Miet-Mehrfamilienhäuser auf das immer weniger vorhandene Land, bauen kann! Einfamilienhäuser sind auch den links/grünen Oekoheinis, die einer baldigen 10'000'000-Schweiz sorglos entgegensehen, schon längst ein "Dorn im Auge"! Das sind auch Fakten! Realitäten, die aber tabuisiert werden müssen!
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    1. Antwort von B. Küng, Biel
      Bolliger, Sie beschweren sich ständig wenn Kommentatoren sich erlauben, auch nur leise und sachliche Kritik an Ihre "wählerstärkste" Partei zu üben und legen dies gleich als Hass und Beleidigung aus. Sie hingegen bezeichnen Wähler der linken und grünen Parteien hemmungslos als "Oekoheinis". Wenn ich die Wähler Ihrer Lieblingspartei als "SVP-Heinis" bezeichnen würde, würden Sie wohl durchdrehen, gell?
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    2. Antwort von P.Bürger, Schaffhausen
      R.Bolliger: Ihr Kommentar zeigt wiederum schön,dass sie lediglich ihre alte Leier auspacken & gegen die Zuwanderer schimpfen.Dabei stellen sie wieder völlig haltlose Behauptungen auf,welche zeigen, dass sie hiervon rein gar nichts verstehen!Leider müssen solche Reglungen aufgestellt werden,doch offensichtlich scheinen sie den Gesamtkontext & die wahren Gründe einfach nicht zu verstehen.Hingegen poltern sie gegen alle & jeden und sind sich nicht zu schade mal wieder über die Stränge zu schlagen!
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    3. Antwort von Rolf Bolliger, Orpund
      Den beiden obenstehenden "Kollegen", die jeden Kommentar von mir kritisieren müssen, wird weiterhin ihr "Handwerk" gewährt. Wer sich ab und zu gegen all die persönlichen "Schulmeistereien" und Angriffe wehren möchte, hat bei der Redaktion "SRF-online" keine Chance: Wird nicht aufgeschaltet! Ist das nun wirklich das hochgelobte "Netiquette"? Nun, ich überlasse die Antwort den vielen Mitkommentatoren, die sich ebenfalls zum jeweiligen Thema einfach stets sachlich mit einer eigenen Meinung melden!
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    4. Antwort von P.Bürger, Schaffhausen
      Werter R.Bolliger.Sehen sie es denn wirklich nicht?Ihre Kommentare sind doch immer wieder recht schwierig. Wenn sie den Menschen Ökoheinis austeilen & sich dann wundern, dass sich andere hierzu äussern,wäre es wohl wirklich an der Zeit,sich selbst zu reflektieren.Ebenfalls finde ich es langsam an der Zeit,dass sie aufhören auch gegen die Redaktoren des SRF zu schiessen & sich dauernd zu beklagen.Diese Leute machen einen tollen Job & sind WIRKLICH neutral.Sie sollten die Entscheide akzeptieren!
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