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Schweiz Geheimdienstchef: Terrorobjekte in der Schweiz ausgekundschaftet

Der Direktor des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB), Markus Seiler, hat bestätigt, dass es in der Vergangenheit in der Schweiz zu Vorbereitungshandlungen für Terrorakte gekommen ist. «Das Thema Dschihadismus hat die Schweiz erreicht», sagte Seiler im Live-Gespräch in der «Rundschau».

Legende: Video «Theke: Markus Seiler» abspielen. Laufzeit 11:00 Minuten.
Aus Rundschau vom 14.05.2014.

Auf die Frage, welche Objektive konkret ausgekundschaftet worden seien, sagte Seiler: «Es sind Objektive, die aus Sicht von möglichen Tätern lohnenswerte Ziele sind.» Er bestätigte, dass es sich dabei um Flughäfen oder internationale Organisationen in Genf handeln könnte.

NDB rekrutiert Quellen bei Moscheen

Zu den 15 vom NDB genannten Dschihad-Reisenden aus der Schweiz in Syrien erklärte Seiler erstmals, dass unterdessen fünf davon bestätigt seien. «Wenn solche Personen zurückkommen, muss man davon ausgehen, dass sie instabil sind und es braucht relativ wenig, dass etwas Schlimmes geschehen kann.» Auf Nachfrage räumte Seiler ein, dass im Umfeld von Moscheen Informanten für den NDB rekrutiert werden: «Das ist so», sagte Seiler.

Gefahrenstufe droht zu steigen

Die momentane Gefahrenstufe für dschihadistische Terroraktivitäten siedelte Seiler auf einer Skala von 1 bis 10 bei 3 an. Die Skala könne aber schnell auf 6 steigen. Er betreibe damit keinen Alarmismus, so Seiler. Das Thema Dschihadismus sei definitiv in der Schweiz angekommen.

20 Kommentare

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  • Kommentar von O. Toneatti, Bern
    Die Schweizer Geheimdienste stochern, wie die Amerikaner, so lange im Nebel herum, bis sie etwas finden. Auch wenn es nur Vermutungen und dann Unwahrhiten sind wie im Irak. Aber irgendwie müssen sie ja auch ihr teures und manchmal unsinniges und ängstliches Dasein rechtfertigen.
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  • Kommentar von Jury Maligan, Chiang Mai
    Es steht der Schweiz gut an wachsam zu sein vor extremistischen Kämpfern, welche für eine radikale Islamisierung kämpfen und aus Saudi-Arabischen Ölgeldern gesponsort werden. Die Wahhabitische Richtung des Islam ist extrem intolerant und rücksichtlos. Schon ein Witz (Giaccobo) kann ein Auslöser eines Anschlags werden. Die Stimmung ist in Südthailand gefährlich - jede Woche gibt es kleinere Anschläge. Man spürt dort die unfreundliche, intolerante, ablehnende Haltung der Moslems gegen andere.
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  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    Mindestens so gefährlich wie der islamistische Terrorismus ist der Staatsterrorismus (siehe Gladio-Armee, Nato-Geheimarmeen, 9/11 usw.).
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