Genfer Bank Reyl im Visier der französischen Justiz

Frankreichs Justiz hat die Genfer Bank Reyl vorgeladen. Es geht um die Affäre Cahuzac. Gegen den ehemaligen französischen Budgetminister Jérôme Cahuzac läuft ein Verfahren wegen Geldwäscherei und Steuerhinterziehung. Er hatte bei der Genfer Bank nicht deklarierte Konten.

Logo der Bank Reyl.

Bildlegende: Die französische Justiz nimmt die Bank Reyl unter die Lupe. Keystone

Die Genfer Bank Reyl & Cie. hat eine Vorladung von Frankreichs Justiz erhalten. Die französischen Richter wollten die Bank im Zusammenhang mit der Affäre Cahuzac anhören, teilte die Bank am Freitag in einem Communiqué mit.

Reyl & Cie. wolle mit den französischen Behörden zusammenarbeiten, schrieb die Bank. Das Schweizer Recht gelte es aber zu respektieren. Ein genaues Datum für die Anhörung nannte sie nicht.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass ein ehemaliger Angestellter von Reyl & Cie, Pierre Condamin-Gerbier, aus der Untersuchungshaft in Bern entlassen worden war. Er gilt als Schlüsselzeuge in der Affäre Cahuzac.

Im Zuge der Affäre um nicht deklarierte Konten bei der Reyl-Gruppe musste der damalige französische Budgetminister Jérôme Cahuzac im vergangenen März zurücktreten. Gegen ihn läuft ein Verfahren wegen Geldwäscherei und Steuerhinterziehung.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Der französische Spion

    Aus 10vor10 vom 19.7.2013

    Der französische Whistleblower Pierre Condamin-Gerbier sorgt für Misstöne in Frankreich. Der ehemalige Bankangestellte soll als Insider über Geschäftspraktiken der Schweizer Banken berichtet haben. Jetzt schaltet sich die Schweizer Botschaft in Paris ein.