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Schweiz Genfer Gefängnis beschäftigt die Anti-Folter-Kommission

Die Haftanstalt Champ-Dollon in Genf ist überbelegt. Nun zeigt sich die Nationale Kommission zur Verhütung von Folter besorgt über die Haftbedingungen, die dort herrschen. Dass sich einige Frauen in derselben Abteilung befinden wie Männer, ist nicht das einzige, was die Kommission stört.

Gefängniswärter vor der Haftanstalt Champ-Dollon GE
Legende: Überbelegte Genfer Haftanstalt Champ-Dollon Die Anti-Folter-Kommission sieht dringenden Handlungsbedarf. Keystone/Archiv

Dreckige Gänge, Duschen und Spazierhöfe, ungenügende Hygiene in der Küche und zu wenig Telefonkabinen: Die Mängelliste, welche die Nationale Kommission zur Verhütung von Folter (NKVF) vorgelegt hat, ist lang. Sie kommt zum Schluss: Im Genfer Gefängnis Champ-Dollon müssen dringliche Massnahmen getroffen werden.

Sehr besorgt zeigt sich die NKVF über die Überbelegung des Gefängnisses. Beim Besuch im Juni 2012 befanden sich 671 Häftlinge in Champ-Dollon.

Der vom Genfer Regierungsrat geplante Ausbau der Haftplätze von gegenwärtig 561 auf 1019 innerhalb von vier Jahren sei ein Schritt in die richtige Richtung, schreibt die NKVF. Einige Probleme müssten jedoch schneller angegangen werden.

Warten auf den Arzt

Viele Inhaftierte hätten sich über zu lange Wartefristen für den Zugang zu medizinischer Versorgung beschwert, insbesondere auch zu zahnärztlicher Behandlung. Zudem habe die Kommission erfahren, dass die Inhaftierten beim Eintritt in das Gefängnis zu wenig Informationen erhielten.

Das Gefängnisreglement liege nur auf Französisch auf, obwohl im Gefängnis Personen verschiedener Nationen untergebracht seien. Die Anstaltsleitung solle deshalb das Gefängnisreglement in einer Hausordnung konkretisieren und in die gängigsten Sprachen übersetzen.

Frauen und Männer grundsätzlich trennen

Zudem würden sich einige Frauen in derselben Abteilung befinden wie Männer, die einem Hochsicherheitsregime unterstünden. Aus Sicht der Kommission sollen Frauen grundsätzlich von Männern getrennt werden, damit sie nicht Blicken und Bemerkungen der Männer ausgesetzt sind.

Legende:
Schweizer Gefängnisse in den letzten 10 Jahren: Wie viele Insassen stehen wie vielen Gefängnisplätzen gegenüber? Bundesamt für Statistik

27 Kommentare

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  • Kommentar von K.Ammann, zur Zeit in Hanoi
    Herr Hermann,wenn das tatsächlicht stimmt,dann is die Statistik mit 75% ausländischen Kriminellen Insassen noch schlimmer und in Tat und Wahrheit eher gegen 80-85%.Aber immerhin würden Sonderbehandlungen wie Dolmetscher und Kultur-und Religion gerechtes Essen entfallen.Da ja vor dem Gesetz alle Schweizer gleich sind und somit alle gleich behandelt werden müssen.
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Laut BFM Eingebürgerte: 2002 38 833 2003 37 070 2004 36 957 2005 39 753 2006 47 607 2007 45 042 2008 45 305 2009 44 948 2010 40 403 2011 37 893
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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    Eigentlich habe ich meinen Kommentar so verfasst, dass er veröffentlicht wird. Jedoch mir ist schon lange bewusst, dass die Kriminellen in der Schweiz im Gefängnis die meisten ein viel besseres Leben führen als in Freiheit. Unsere Politik unter der Geldgier der Lobbysten wo alle Hilfswerke dazu gehören finden immer und immer wieder irgendwo etwas wo sie reklamieren können und die dummen Schweizer springen ausser Atem und bieten überall Luxus, sei das im Gefängnis, oder bei Arbeitssuchend...
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  • Kommentar von Rainer Fauser, Augsburg
    Warum putzt eigentlich die "nationale Kommission zur Verhütung von Folter" dort nicht selber, wenn sie sich schon über den Dreck aufregt? Aha! Weil man dazu vom Bürostuhl aufstehen müsste!
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